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MV aktuell Wie die Spinne im Netz
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00:01 16.11.2016

. Auf zwei Großbildschirmen tummeln sich allerhand geheimnisvolle Symbole: Im Maritimen Operationszentrum (MOC) werden alle Bewegungen der Schiffe, Boote, Hubschrauber und Flugzeuge der Deutschen Marine koordiniert. Noch steht das MOC in Glücksburg. Doch in wenigen Jahren zieht es ins Marinekommando in Rostock – dann mit modernster Technik.

„Wir sind wie die Spinne im Netz“, beschreibt MOC-Gruppenleiter Günther Fritz die Arbeit seiner Dienststelle. „Als Informationsdrehscheibe führen wir die Einheiten in den Ständigen Einsatzverbänden der Nato, im Ausbildungsbetrieb und bei Übungen und liefern das Lagebild für den Inspekteur der Marine.“

Auch U-Boote befreundeter Marinen werden vom MOC geleitet, damit es unter Wasser nicht zu Unfällen kommt. Bei Übungen weist das Zentrum Schiffen die Übungsgebiete zu, etwa für Schießübungen.

„Gemeinsam mit den Flottillen koordinieren wir die Einsatzpläne für die Schiffe, Boote und die Luftfahrzeuge der Marine für das ganze Jahr“, sagt Fritz.

Zudem ist das MOC auch die Rettungsleitstelle für die Sea-King-

Hubschrauber der Marine. „Dabei unterstützen wir bei einem Unfall das Havariekommando in Cuxhaven und arbeiten eng mit der zivilen Maritimen Rettungsleitstelle in Bremen und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zusammen“, erklärt Fritz. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ist das MOC im Dienst.

Im Standardbetrieb verfolgen die Mitarbeiter 15 bis 20 Marineeinheiten im und unter Wasser sowie in der Luft. „Bei Großübungen können es auch mal 70 bis 80 aus verschiedenen Nationen werden“, sagt Fritz, „aber ein guter Einsatzleiter behält auch dabei noch den Überblick“. Pro Jahr kommen so rund 1300 Einsätze zusammen, die von einem Tag bis zu mehreren Monaten dauern können.

Die Bildschirme im MOC liefern allerdings im Routinebetrieb nur ein angenähertes Echtzeit-Lagebild mit der letzten gemeldeten Position einer Einheit. „Schiffe müssen sich periodisch melden, je nach Situation mal öfter, mal seltener“, sagt Fritz. So zählt es auch nicht zu den Aufgaben des MOC, Überwasserschiffe vor Kollisionen zu warnen. „Dafür sind die Kommandanten vor Ort zuständig“, erklärt der Gruppenleiter. Anders ist es bei U-Booten – aus einem einfachen Grund: „Unter Wasser ist die Sicht so schlecht“, sagt Fritz schmunzelnd.

Der Umzug nach Rostock ist für 2022 geplant. Auf dem Gelände des Marinekommandos laufen derzeit die Bauvorbereitungen für den Neubau. Von der modernsten Technik, die dort eingebaut werden soll, wird Fritz jedoch nicht mehr profitieren können: Er scheidet vorher aus dem Dienst aus. Axel Büssem

OZ

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