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Wien und Zürich: Neue Ziele für Flüge ab Rostock

Rostock/Lübeck Wien und Zürich: Neue Ziele für Flüge ab Rostock

Germania bietet ab 2017 zwei neue Verbindungen / Außerdem stationiert das Berliner Unternehmen einen Airbus ganzjährig in Laage

Rostock/Lübeck. Die Luftfahrt im Norden ist im Aufwind. Gestern gab es gleich von beiden großen Regionalflughäfen an der Ostsee gute Nachrichten: In Rostock-Laage wird das Streckennetz weiter ausgebaut. Die Fluggesellschaft Germania fliegt von Rostock aus ab Sommer 2017 auch Wien und Zürich direkt an. Mindestens zwei Mal die Woche. Neun Monate nach der Insolvenz hat der Flughafen Lübeck einen neuen Eigentümer. Winfried Stöcker, Inhaber des DiagnostikUnternehmens Euroimmun, kauft den Airport. In einigen Jahren soll es ab Lübeck wieder Linienflüge geben.

Germania macht Rostock ab dem Herbst erstmals in der Geschichte des Flughafens zur Basis für ein Passagier-Flugzeug: Die Airline aus Berlin stationiert ganzjährig einen Airbus A 320 in Laage und baut seine Verbindungen weiter aus. „Ab dem Winter steuern wir zum Beispiel neu auch Lanzarote an. Damit haben wir ab Rostock alle vier Kanarischen Inseln im Flugplan“, sagt Klaus Altenburg, Chef-Routenplaner bei Germania.

Für Laage ist das bereits die vierte Erfolgsmeldung binnen weniger Monate: Im Frühjahr war es Airport-Chef Rainer Schwarz bereits gelungen, das Angebot für Kreuzfahrt-Passagiere deutlich auszubauen:

Neben der italienischen Reederei Costa fliegen in diesem Jahr erstmals auch die spanische Pullmantur-Gruppe und die schweizerische MSC ihre Gäste über Laage zu den Schiffen im Rostocker Hafen. Zudem konnte Schwarz die britische Gesellschaft BMI Regional für tägliche Linienflüge zum internationalen Drehkreuz München gewinnen.

Von den neuen Verbindungen in die Alpenländer soll vor allem die Tourismusbranche im Land profitieren: „Wir starten jetzt gezielt die Werbung in Österreich und der Schweiz. Neue Flugverbindungen sind immer auch Türöffner, um neue Gäste nach MV zu locken“, so Bernd Fischer, Chef des Landestourismusverbandes.

Indes unterzeichneten gestern Insolvenzverwalter Klaus Pannen und der Lübecker Unternehmer Winfried Stöcker die Kaufverträge für den krisengeschüttelten Regionalflughafen Lübeck-Blankensee. Er sei froh, dass es nach einer langen und schwierigen Zeit gelungen sei, den Lübeck Airport in ein ruhiges Fahrwasser zu führen, sagte Pannen.

Aktuell gibt es in Lübeck keine keine regelmäßigen Flüge. Die Billig-Airline Ryanair war bereits im Juli 2014 aus Lübeck abgezogen. Die ungarische Wizz Air folgte Ende April 2016. Der Flughafen hatte im September 2015 Insolvenz angemeldet. Seither hatte Pannen nach einem Investor gesucht. 

Die von Stöcker gegründete Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG werde den Betrieb am 1. Juli übernehmen, sagte Pannen. Von ehemals rund 100 Beschäftigten arbeiten derzeit noch etwa 30 am Lübecker Flughafen.

Andreas Meyer und Eva-Maria Mester

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