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Wiesenhof: Gedrückte Stimmung bei Hähnchen-Mästern

Neubrandenburg/Lohne Wiesenhof: Gedrückte Stimmung bei Hähnchen-Mästern

Marion Dorn ist die Bestürzung noch anzumerken. Die Vorsitzende des Geflügelwirtschaftsverbandes Mecklenburg-Vorpommern hält in Wolde bei Neubrandenburg selbst Hähnchen, ...

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Im WiesenhofSchlachthof Lohne (Niedersachsen) wurde auch Geflügel aus MV geschlachtet. Ein Brand hat das Werk zerstört.

Quelle: Jaspersen/dpa

Neubrandenburg/Lohne. Marion Dorn ist die Bestürzung noch anzumerken. Die Vorsitzende des Geflügelwirtschaftsverbandes Mecklenburg-Vorpommern hält in Wolde bei Neubrandenburg selbst Hähnchen, die in Lohne (Niedersachsen) geschlachtet werden sollten. Der dortige Geflügelschlachthof wurde am Ostermontag durch ein Feuer so stark zerstört, dass er wochenlang außer Betrieb sein wird. Ein Teil der 750 Festangestellten und 450 Leiharbeiter müsse mit Kündigungen rechnen, andere würden in andere Werke versetzt, teilte die Firma gestern mit. Erst 2015 war der Wiesenhof-Schlachthof in Bayern abgebrannt. „Das drückt schon auf die Stimmung“, sagt Dorn. Acht Geflügelfarmen aus MV liefern Grill-Hähnchen für Wiesenhof, den Marktführer in der deutschen Geflügelbranche. Bundesweit hat Wiesenhof etwa 1000 Geflügellieferanten.

In dem als Oldenburger Geflügelspezialitäten GmbH Lohne (Landkreis Vechta) firmierenden Schlachthof hatte es erst am Sonnabend einen Ammoniakalarm gegeben. Eine Halle in der Geflügel- zerlegung musste geräumt werden. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Ammoniakaustritt und dem Brand besteht, wollte das Unternehmen nicht kommentieren.

In Lohne wurden zuvor täglich bis zu 370000 Hähnchen geschlachtet. Bundesweit besitzt die Wiesenhof-Gruppe elf Geflügel-Verarbeitungsbetriebe, davon sieben Schlachthöfe. Dort könne durch Zusatzschichten die Mehrarbeit bewältigt werden, hieß es.

Marion Dorns Hähnchen sollen am 18. April geschlachtet werden. Ihr Federvieh wird 45 bis 50 Tage gemästet — gut zwei Wochen länger als anderswo üblich. Die Tiere sind dann bis zu 2,4 Kilo schwer und gelangen als zerlegte Fleischhähnchen in den Handel, berichtet die 55-Jährige, die in sechs Ställen insgesamt 98000 Hühner hält.

Mit einer langsam wachsenden Rasse beteiligt sich die Verbandsvorsitzende an einem Pilot-Programm. Die Tiere werden auf Stroh gehalten, im Stall gebe es Sitzstangen. Allerdings: In Deutschland habe Wiesenhof für diese Fleischqualität nicht genug Kunden gefunden, die Produkte werden jetzt vorwiegend in den Niederlanden vermarktet.

Von Elke Ehlers

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