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MV aktuell Wiesn-Wahnsinn: MV schunkelt mit
Nachrichten MV aktuell Wiesn-Wahnsinn: MV schunkelt mit
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00:00 17.09.2016
Darf’s oa Maß mehr sein? Beim Rostocker Oktoberfest bewirten fesche Madln wie Thea Libera die Gäste. Quelle: Marko Luptscho

O’zapft is: Heute beginnt auf der Münchener Theresienwiese das Oktoberfest. Rund sechs Millionen Menschen feiern bis einschließlich 3. Oktober in der Bayernmetropole. Das größte Volksfest der Welt bringt der Wirtschaft gut eine Milliarde Euro ein. Auch an der Ostsee klingeln die Kassen. Der Einzelhandel und die Gastronomie machen mit dem Oktoberfest gute Geschäfte, denn die Wiesn hat an der Küste immer mehr Fans.

Gaudi im Park

16 Jahre – damit dürfte das Mecklenburger Oktoberfest in Neubrandenburg zu den traditionsreichsten Wiesn im Land gehören.

Für dieses Jahr haben die Veranstalter erneut ein knallbuntes Rummel-Paket geschnürt: Schlemmermeile, Karussells, Autoscooter, Schießbuden, Feuerwerk, Bierzelt – das und mehr erwartet Besucher vom 30. September bis 9. Oktober auf der Festwiese im Kulturpark.

Ob Weißwürstl, Obazda, Radi oder Brezn-Knödel – viele Supermärkte und Discounter haben aktuell Wiesn-Schmankerl im Angebot. Das lohnt sich, sagt Kay-Uwe Teetz, Geschäftsführer des Handelsverbandes Nord in Rostock. „Ein toller Mitnahmeeffekt.“ Mode- und Modeschmuckketten greifen das Thema mit Artikeln wie Dirndlbluse oder Kropfband auf.

Mit bajuwarischen Spezialitäten wollen auch Gastwirte im Norden Kundschaft locken. Viele setzen im Rahmen von Aktionswochen Schweinshaxen und Hendl auf die Speisekarte. Andere bieten die Wiesn hingegen als einmaliges Wochenend-Event an. Beides können Gäste im Van der Valk Resort Linstow (Kreis Rostock) haben: Seit Beginn der Woche serviert das Restaurant Schmankerl à la carte. Heute, am 23. und 24. September können es je 2000 Besucher im Festzelt krachen lassen. Der letzte dieser drei Termine ist schon ausgebucht.

In Rostock verbreiten stramme Buam und fesche Madln drei Tage am Stück zünftige Volksfest-Stimmung: Am 13., 14. und 15. Oktober verwandelt sich die Halle 207 auf dem Gelände der ehemaligen Neptun-Werft in ein XXL-Bierzelt. Pro Tag schunkeln 500 Gäste zu Livemusik und DJ-Sets. Wer mitfeiern will, muss schnell sein: Der Freitag und der Sonnabend sind längst ausverkauft, nur für den Donnerstag sind noch Plätze auf den langen Bierbänken frei. „Wir haben sogar schon 300 Reservierungen fürs nächste Jahr“, sagt Veranstalter Thorsten Schulz. Dann will er das Event noch größer aufziehen. „Wenn’s klappt, feiern wir an zwei Wochenenden.“ Lohnen würde es sich: Schwedische Reisegruppen hätten bereits Interesse bekundet, sagt Schulz. Er ist überzeugt: In Sachen Stimmung können es die Rostocker und ihre Oktoberfestgäste locker mit den Bayern aufnehmen. „Wir sind sogar noch cooler drauf.“

Als lohnenswerte Wiesn-Alternative will auch die Waldgaststätte „Uns Hüsung“ in Teterow überzeugen. Und zwar mit Promibonus: Ex-Boxer Axel Schulz sticht am 1. Oktober das Fass an und eröffnet damit die zweitägige Bierzeltgaudi. „Das Interesse an solchen Veranstaltungen wächst und für die Branche ist es ein schönes Zusatzgeschäft im Herbst“, sagt Matthias Dettmann, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes MV.

Um wie die Bayern zu feiern, darf originalgetreue Tracht nicht fehlen. Und die ist begehrt: Im Rostocker Kostümverleih „Klamöttchen“ reißen Oktoberfest-Fans der Chefin Katrin Roggatz die Wiesn-Mode aus den Händen. „Es ist ein richtiger Hype ausgebrochen. Acht von zehn Kunden wollen eine Tracht haben.“ Davon hat sie etliche zu bieten: 70 Lederhosen und hundert Dirndl hängen in ihrem Geschäft.

Und die sind nicht nur bei Privatpersonen begehrt. Auch Cateringfirmen und Bands, die bei Oktoberfesten aufspielen, stattet sie aus. Viele Ausleiher nehmen die „Klamöttchen“-Outfits sogar mit nach Bayern zum Wiesn-Original. Und wenn die Nordlichter dort doch mal das Heimweh überkommt, können sie sich mit einem Schluck von der Waterkant trösten: Die Fischhalle Stralsund hat angekündigt, einen Doppelkümmel, den sie vor kurzem mit der Elmenhorster Obstbrennerei Derer kreiert hat, nach München schicken zu wollen. Der „Stralsunder Jung“ soll auf der Theresienwiese ausgeschenkt werden.

Antje Bernstein

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