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MV aktuell Windenergie-Verband sieht schweren Zeiten entgegen
Nachrichten MV aktuell Windenergie-Verband sieht schweren Zeiten entgegen
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00:00 27.03.2014
Schwerin

Die geplanten Änderungen am Erneuerbare-Energien- Gesetz (EEG) drohen nach Angaben des Landesverbandes WindEnergie den Ausbau der Windkraftnutzung vor allem im Norden drastisch zu bremsen. In der Kritik stehen künftige Vermarktungs- und Vergütungsmodelle und die geplante Ausschreibungspflicht für den Bau neuer Windparks. „Es gibt noch viele Unklarheiten“, beklagte der Verbandsvorsitzende Andreas Jesse gestern. Investoren müssten verlässlich planen können. Spätestens ab 2015 drohe aber ein drastischer Einbruch beim Bau neuer Windparks im Nordosten.

Die EEG-Reform soll Anfang April durchs Bundeskabinett gehen. Damit will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) den rasanten Kostenanstieg bei der Energiewende bremsen und die Verbraucherpreise eindämmen. Unter anderem sollen pro Jahr an Land bundesweit nur noch Windkraftanlagen mit einer Leistung von 2500 Megawatt gebaut werden. Wird es mehr, fällt die Vergütung automatisch geringer aus.

An windstarken Standorten wie im Norden soll es bis zu 20 Prozent weniger Förderung geben. Gegen solche Pläne waren in den Vorwochen bundesweit Tausende Beschäftigte von Windanlagenbauern und Befürworter einer großen Energiewende auf die Straße gegangen.

Im Vorjahr waren 140 neue Windräder mit einer Gesamtleistung von 410 Megawatt in MV errichtet worden. Das war nach Angaben des Bundesverbandes WindEnergie der drittgrößte Zubau aller Bundesländer und der bislang größte jährliche Zuwachs für den Nordosten überhaupt. Jesse geht davon aus, dass wegen Stichtagsregelungen für bestehende Förderungen auch im laufenden Jahr nochmals viele neue Windräder errichtet werden. „Es könnte 2014 einen Rekord geben. Doch für die Zeit danach ist die Unsicherheit groß, weil Finanzierungsmodelle ins Wanken geraten“, sagte er.

Besonders für die Errichtung von Bürgerwindparks drohen laut Jesse kaum überwindbare Hürden und hohe Risiken.



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