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MV aktuell Winterwetter lässt Hoteliers kalt
Nachrichten MV aktuell Winterwetter lässt Hoteliers kalt
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04:02 14.03.2013
Tobias Woitendorf, Sprecher Landestourismusverband

Der lange kalte Winter macht dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Sorgen. „Temperaturen bis zu minus 20 Grad und Schnee im März sind eine Hypothek“, sagt der Sprecher des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. „Und das wird sich auch auf das Ostergeschäft auswirken.“ Der Ostertermin sei in diesem Jahr mit Ende März ohnehin früh, was bereits die Reiselust bremse. „Viele Urlauber zögern noch mit ihren Buchungen“, so Woitendorf.

Allerdings könne sich dieser Trend bei einem Wetterumschwung auch schnell umkehren. „Alle freuen sich auf den ersten Frühlingsspaziergang bei schönem Wetter am Strand.“

Aber selbst wenn das Ostergeschäft nicht so laufe wie erhofft, sei die Saison noch keineswegs verloren, betont Woitendorf. „Letztes Jahr hatten wir auch zu Saisonbeginn noch ein paar Tiefpunkte, aber insgesamt war 2012 doch noch ein gutes Jahr.“

Psychologisch wäre allerdings ein erfolgreiches Ostergeschäft wichtig — ähnlich wie ein frühes Tor beim Fußball, meint Woitendorf: „Wenn wir die erhofften Zahlen nicht erreichen, laufen wir gleich beim ersten Saisonhöhepunkt einem Rückstand hinterher.“ Zumal es schwer wäre, im Folgemonat den Ausgleich zu erreichen, weil es in diesem Jahr im April keine Feiertage gibt.

Ungeachtet der Skepsis des Verbandes: Auf die Buchungszahlen für Ostern hat sich der lange Winter bislang kaum ausgewirkt, ergab eine Umfrage der OZ bei großen Hotels an der Ostseeküste. „Die Vorbuchungen für den März sind sehr positiv“, sagt eine Sprecherin der Usedomer Seetel-Gruppe. „Der eine oder andere Gast fragt zwar nach, ob die Straßen frei sind, aber wir haben noch keine Absagen oder Rückgänge bei den Reservierungen. Im März erwartet ja auch niemand Temperaturen von 20 Grad.“

Im Cliff Hotel in Sellin auf Rügen ist man mit dem bisherigen Verlauf des Monats mehr als zufrieden. „Durch den Festspielfrühling auf Rügen und Ostern haben wir eine Auslastung von 70 Prozent“, sagt Sprecherin Viola Kaser. „So hat die Saison bei uns in diesem Jahr schon früh begonnen.“ Von Buchungszurückhaltung aufgrund von Schnee und Kälte sei nichts zu spüren. Dennoch würde man sich auch auf Deutschlands Urlaubsinsel Nummer eins über einen schönen Frühling freuen: „Dann wollen die Leute raus an den Strand und an der See flanieren“, sagt Kaser.

Auf besseres Wetter hofft man auch im Hotel Neptun in Warnemünde, auch wenn es schon jetzt gut aussieht für Ostern: „Wir haben einen Vorbuchungsstand von 60 Prozent. Zu den Feiertagen erwarten wir bis zu 90 Prozent“, sagt Sprecherin Silke Greven. Die Gäste, die noch zögerten, störten sich eher am Ostertermin als am aktuellen Wetter. „Viele denken, so früh im Jahr ist es noch kalt. Aber das dachten sie auch schon, bevor es jetzt wieder so kalt wurde.“

Wie sehr die Branche von gutem Wetter profitieren kann, habe sich in der vergangenen Woche gezeigt: „Als es für zwei Tage so schön war, standen bei uns die Telefone nicht still“, sagt Greven.

Der Norden bibbert
So kalt wie an der Ostseeküste war es in der Nacht zu Mittwoch nirgendwo in Deutschland. Der bundesweit tiefste Wert wurde laut Deutschem Wetterdienst in Tribsees (Vorpommern-Rügen) gemessen. Auf -18,4 Grad fiel dort die Quecksilbersäule. Europaweit war es nur im westlichen Polen noch kälter. Auf dem Flughafen Rostock-Laage waren es immerhin noch -15,9 Grad, in Groß Lüsewitz (Kreis Rostock) -15,0 Grad.

Nur wenige können sich wohl an einen noch kälteren 13. März erinnern, denn dafür muss man 65 Jahre zurückblicken. Am 13. März 1947 wurde in Feldberg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) eine Rekordkälte von -19,8 Grad gemessen. Ähnlich kalt wie derzeit war es Mitte März zuletzt vor sieben Jahren. Am 13. März 2006 froren die Schweriner bei -13,8 Grad.

Schaut man auf den gesamten Monat, war es auch schon noch kälter: Der bisher frostigste Märztag im heutigen Mecklenburg-Vorpommern wurde am 1. März 1986 in Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald) verzeichnet. Damals wurden -22,8 Grad gemessen.

Andererseits kann es im März auch schon fast sommerlich sein. Am 30. März 1968 stieg in Ueckermünde das Thermometer auf 24,4 Grad.

Axel Büssem

Eine weitere CD mit rechtsextremem Liedgut ist auf den Index gesetzt worden und darf somit nicht an Kinder und Jugendliche verteilt werden.Wie das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommerns gestern in Schwerin mitteilte, gelten die Schulhof-CDs als wichtiges Werbemittel der NPD vor allem in Wahlkämpfen.

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