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MV aktuell Wirbel um Düngeverordnung: Dorfbewohner zeigen Bauern an
Nachrichten MV aktuell Wirbel um Düngeverordnung: Dorfbewohner zeigen Bauern an
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00:01 13.02.2018
Ein Landwirt bringt auf einem Feld Gülle aus. Das schafft immer wieder Konflikpotenzial. Quelle: Foto: Pleul/dpa
Schwerin

Trotz zuletzt winterlicher Temperaturen kann nach Angaben des Bauernverbands in Mecklenburg-Vorpommern seit Anfang Februar wieder Gülle auf die Felder gesprüht werden. Entscheidend für die Zulässigkeit sei die Aufnahmefähigkeit des Bodens. Dies sein dann gewährleistet, „wenn die oberste Bodenschicht auftaut“, erklärte Bauernpräsident Detlef Kurreck. Er reagierte damit gestern auf jüngste Strafanzeigen gegen Landwirte. Unter Berufung auf Veröffentlichungen des Schweriner Agrar- und Umweltministeriums hätten besorgte Anwohner Bauern angezeigt. Die Witterungsbedingungen seien in vielen Teilen des Landes derzeit optimal für das Ausbringen von Gülle. „Ist der Boden am Morgen noch gefroren, bietet er die notwendige Tragfähigkeit, um den Acker zu befahren und den Dünger auszubringen, ohne diesen durch Bodenverdichtung zu schädigen. Taut der Boden dann zur Mittagszeit auf, kann er die wichtigen Nährstoffe der Gülle aufnehmen und im Boden binden“, erklärte Kurreck. Die Bauern machten ihre Entscheidungen von detaillierten Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes abhängig.

Die Erstatter der Anzeigen hatten sich offenbar von der Ankündigung von Agrarminister Backhaus (SPD) leiten lassen. Der hatte kürzlich das Gülle-Ausbringen auf gefrorenem Boden als Verstoß gegen die Düngeverordnung bezeichnet, mit Bußgeldern und Kürzungen der EU-Direktzahlungen gedroht.

Laut Kurreck reicht es aus, wenn tagsüber nur wenige Zentimeter des Bodens aufgetaut sind. Dann könne Dünger ausgebracht werden. Pfaff

Frank

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