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MV aktuell Wird Rostocker „Bebel-Tower“ Landes-Archiv für Stasi-Akten?
Nachrichten MV aktuell Wird Rostocker „Bebel-Tower“ Landes-Archiv für Stasi-Akten?
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00:05 14.04.2016

Rostock Neuer Vorstoß im Streit um die mögliche Zusammenlegung der drei Außenstellen der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) in Mecklenburg-Vorpommern: Das Hochhaus in der August-Bebel-Straße in Rostock könnte künftig das zentrale Archiv für Stasi-Akten in MV werden, schlägt Landeskultusminister Mathias Brodkorb (SPD) vor. Sämtliche Unterlagen aus Schwerin, Neubrandenburg und der Hansestadt könnten hier konzentriert werden — direkt neben der Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-U-Haft. Das einstige Gefängnis wird gerade aufwendig saniert. „Das Hochhaus ist zentral gelegen. Es ist ein historischer Ort. Und es gibt eine Anbindung zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Stasi-Geschichte an der Uni Rostock“, sagt Brodkorb.

Das ehemalige Stasi-Gebäude in der Bebelstraße. Quelle: Ove Arscholl

Mehr als 2,9 Millionen Anträge auf Akteneinsicht

111 Kilometer Aktenmaterial, 41 Millionen Karteikarten und 1,7 Millionen Fotos — in ihren Archiven bewahrt die Behörde des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen (BStU) die Hinterlassenschaften des DDR-Spitzelapparates auf. Bis Ende 2012 wurden mehr als 2,9 Millionen Anträge auf Akteneinsicht gestellt.

Noch hat die Philosophische Fakultät der Uni ihren Sitz in dem Plattenbau, der von den Studenten Bebel-Tower genannt wird. Doch mit der Erweiterung des Ulmencampus soll der Standort in den kommenden Jahren aufgegeben werden (OZ berichtete). Das Gebäude, in dem früher die Staatssicherheit der DDR arbeitete, wäre dann frei.

Zuletzt hatte sich die Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, dafür ausgesprochen, sämtliche Akten nach Schwerin zu holen und dort die Aufarbeitung zu konzentrieren. Dagegen regte sich Protest. Vor allem in der Hansestadt. Das Argument der Landesbeauftragten, dass in Schwerin neben den Stasi-Unterlagen künftig auch die Akten aus Verwaltung, Parteien und Massenorganisationen der DDR eingesehen werden könnten, überzeugte in Rostock nicht.

Das letzte Wort hat der Bundestag: Er entscheidet bald über die Zukunft der BStU insgesamt. Eine Expertenkommission stellte am Dienstag ihren Abschlussbericht dazu vor (OZ berichtete). Demnach soll die Behörde bis 2021 in das Koblenzer Bundesarchiv überführt werden. Physisch bleiben die Akten aber am Standort des früheren Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) an der Normannenstraße in Berlin.

Und in jedem ostdeutschen Bundesland solle laut Bericht„mindestens eine Außenstelle“ für die Stasiunterlagen erhalten werden. Die Veränderungen sollten bis 2021 geklärt sein.

„Es ist das, was wir erwartet haben“, sagt Kultusminister Brodkorb zum Bericht. „Am Ende muss man respektieren, was der Bundestag entscheidet.“ Neben Brodkorb halten auch die CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Stein und Eckhardt Rehberg Rostock für den fachlich überzeugendsten Standort. Für Rehberg ist die August-Bebel-Straße „der zentrale Ort zum Erinnern und Gedenken“.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Terpe sprach von einem attraktiven Vorschlag, der im Einklang mit dem Erhalt authentischer Erinnungsorte stehe. Seite 2, Lokales

Von André Wornowski

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