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A 14-Nordverlängerung bleibt vorerst Stückwerk

Wittenberge/Schwerin A 14-Nordverlängerung bleibt vorerst Stückwerk

Auf Brandenburger Seite ist erst ein 11,3 Kilometer langer Abschnitt fertig / Wirtschaft beklagt fehlende Anbindungen

Wittenberge/Schwerin. Beim Dämmstoffhersteller Austrotherm in Nordbrandenburg liegt das Glück ganz nahe: Direkt hinter dem Firmengelände in einem Gewerbegebiet in Wittenberge könnten Laster mit Dämmstoffen gleich auf die Autobahn fahren. Könnten, muss seit Jahren gesagt werden. Bis zum Jahresende wird die Autobahnverbindung von der Ostsee zwar bis zur Brandenburger Landesgrenze fertiggestellt sein. Doch auf Brandenburger Seite ist erst ein 11,3 Kilometer langen Abschnitt der geplanten A

 

OZ-Bild

14-Nordverlängerung von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin frei. Insgesamt soll die Verbindung durch drei Länder über vier Streifen auf 156 Kilometern gebaut werden.

In Mecklenburg-Vorpommern können bisher 14 Kilometer vom Anschluss an die A 24 bis nach Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) befahren werden. Bis Jahresende soll laut Schweriner Verkehrsministerium ein zwölf Kilometer langes Stück von Grabow bis zur Anschlussstelle Groß Warnow (Brandenburg) folgen.

Auch im Norden Sachsen-Anhalts kommt der Ausbau nur in kleinen Schritten voran. Für die Mehrzahl der acht Abschnitte zwischen Magdeburg und der Grenze zu Brandenburg laufen noch die Planverfahren.

Immerhin: Nach einem Kompromiss zwischen Land und Naturschutzverband BUND scheint der Weg grundsätzlich frei. Vielerorts müssen noch zusätzliche Naturschutzmaßnahmen in die Planungen aufgenommen werden. Der Bau eines 8,5 Kilometer langen Teilstücks zwischen Colbitz und Tangerhütte soll im Juni beginnen. Befahrbar ist bislang nur ein kleines Stück zwischen Wolmirstedt und Colbitz. Fertig wird die Autobahn in Sachsen-Anhalt nach Einschätzung des Verkehrsministeriums frühestens 2021. In Brandenburg sollen es einmal etwa 32,1 Kilometer sein. Noch ist unklar, wann die Autobahn hier komplett ist.

Insgesamt werden für den Autobahnbau 1,3 Milliarden Euro veranschlagt. In Sachsen-Anhalt sind 96,9 Kilometer geplant, in MV 25,8 und in Brandenburg 32,1

Kilometer. Es entstehen 17 Anschlussstellen, fünf Parkplätze mit Toiletten und zwei Tank-Rastanlagen. Bis 2025 wird mit bis zu 34000 Fahrzeugen täglich gerechnet.

Viele Unternehmen in der Region beklagen, dass die neue Autobahn noch immer nicht fertig ist. Auch Investoren sei die Situation kaum noch zu vermitteln, sagt Christian Fenske, Geschäftsführer des Technologie- und Gewerbezentrums Prignitz. Man werbe mit einer guten Verkehrsanbindung zu den deutschen Seehäfen, der stündlichen ICE-Anbindung nach Hamburg und Berlin, den Wirtschaftszentren Mitteldeutschlands und zu den Transeuropäischen Verkehrsnetzen. Doch direkt vor der Haustür hapert es noch. „Wir brauchen unbedingt eine vollständige A 14.“

Gudrun Janicke

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