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Backhaus sieht akute Gefahr für Küstenfischerei in MV

Schwerin Backhaus sieht akute Gefahr für Küstenfischerei in MV

Angesichts sinkender Fangquoten fürchtet Mecklenburg-Vorpommerns Fischereiminister um den Bestand der Kutter- und Küstenfischerei im Nordosten.

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Fischereiminister Till Backhaus (SPD) fürchtet um den Bestand der Kutter- und Küstenfischerei im Nordosten. Er forderte am Freitag im Bundesrat ein langfristiges Konzept und finanzielle Hilfen zum Erhalt der Branche, wie die Pressestelle des Ministeriums in Schwerin mitteilte. Finanzielle Hilfen könnten aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) kommen, schlug Backhaus demnach vor.

Hintergrund ist die jüngste Empfehlung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) für eine Reduzierung der Dorschfangmenge 2017 in der westlichen Ostsee um 88 Prozent. Da auch die Heringsquote seit 2008 immer weiter sinke, seien im Nordosten weitere Betriebsaufgaben zu erwarten, sagte Backhaus. Seit 1990 hätten bereits mehr als vier von fünf Haupterwerbsfischern aufgegeben. Die Zahl der Betriebe sank demnach von 1380 auf 250.

Die Dorsch-Grundquote beträgt laut Ministerium in diesem Jahr 821 Tonnen für Mecklenburg-Vorpommern. Dies sei bereits eine Kürzung um 56 Prozent im Vergleich zu 2012. Nächstes Jahr dürften nach der ICES-Empfehlung nur noch 98 Tonnen Dorsch gefangen werden, sagte Backhaus. „Es ist dringend an der Zeit, Strategien zum Erhalt der Kutter- und Küstenfischerei zu erarbeiten“, mahnte Backhaus. „Sie sind ein wichtiger Bestandteil der regionalen Tourismuswirtschaft.“

Neben einer geringeren Reduzierung der Dorschquote forderte Backhaus, auch die Freizeitfischerei in die Pflicht zu nehmen. Die Dorschfangmengen durch private Angler in der westlichen Ostsee seien inzwischen fast genauso groß wie die der kommerziellen Fischerei, sagte er. Die Zeit für eine Lastenaufteilung sei gekommen.

dpa/mv

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