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Wirtschaft Billig-Bestatter drängen in den Nordosten
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06:28 07.10.2016
Kreuze auf dem Friedhof in Neuenkirchen auf Rügen. Eine Beerdigung ist für Hinterbliebene mitunter recht kostspielig.  Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Rostock

Nach Angaben des Internet-Vergleichsportals Netzsieger hat sich die Zahl der Billigbestattungen für unter 1200 Euro bundesweit allein zwischen 2008 und 2012 verdoppelt. „Wir haben viele Aufträge in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Malte Fischer, Chef von Hansa-Bestattungen aus Schleswig-Holstein, der nach eigenen Angaben zu den fünf größten Discount-Anbietern bundesweit zählt.

Fischer, ausgebildeter Bestatter, wirft seinen alteingesessenen Konkurrenten vor, Traumrenditen von bis zu 2000 Euro je Bestattung einzustreichen - für wenige Stunden Arbeit. Der Landesfachverband der Bestatter bestreitet das: Solche Renditen seien unüblich, sagt der Vorsitzende Torsten Lange. Die traditionellen Unternehmen hätten andere Preise, weil sie viel mehr Service und Qualität anbieten. Auf Wunsch würden sie aber auch Billig-Bestattungen verkaufen. Wer einen Discounter beauftrage, müsse sich nicht wundern, wenn er nachher mit zusätzlichen Kosten behelligt werde - für eine bescheidene Leistung.

Die Verbraucherzentrale MV wirft dagegen den alteingesessenen Firmen Intransparenz vor. Bei einer Stichprobe weigerten sich 2014 neun von zehn Rostocker Unternehmen, ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorzulegen. Das sei absolut unüblich „und nicht gerade vertrauenserweckend“, sagt Verbraucherschützer Matthias Wins.

Gerald Kleine Wördemann

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