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Wirtschaft Fachagentur forscht mit Löwenzahn und Stroh
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20:17 18.04.2013
Felder erneuerbarer Rohstoffe sind weit. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
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Güstrow

Die bei Güstrow ansässige Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat in Berlin ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. In den beiden Jahrzehnten förderte die Einrichtung des Bundes in Gülzow bei Güstrow rund 2500 Forschungsprojekte, wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch mitteilte. Geforscht und experimentiert wird mit Raps, Mais, Stroh und neuerdings Löwenzahn, Steinklee und anderen Wildpflanzen. So arbeitet das Julius Kühn Institut in Groß Lüsewitz an Züchtungen von kaukasischem Löwenzahn, um ihn als nachwachsenden Industrierohstoff für die Kautschuk- und Inulingewinnung zu entwickeln, wie Backhaus auf dem Kongress „Nachwachsende Rohstoffe und Energie für die Zukunft“ berichtete.

Bis zum Sommer soll in Gülzow ein Strohheizwerk entstehen. Aus 500 bis 600 Tonnen Stroh von benachbarten Agrarbetrieben soll in einem Heizkessel mit einer Leistung von einem Megawatt Wasser erwärmt und über ein 1000 Meter langes Nahwärmenetz zu den Abnehmern im Ort transportiert werden.

Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern fördern nach seinen Angaben gegenwärtig rund 600 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit 60 Millionen Euro. Der Minister würdigte die Entscheidung des Bundes, die Fachagentur in einem agrarisch orientierten, struktur- und finanzschwachen Bundesland aufzubauen. Aus anfangs zehn seien heute fast 80 Mitarbeiter geworden.

Wegen des wachsenden Personalbestandes errichtete das Land 2011 einen Neubau, der vom Bund mit 1,5 Millionen und vom Land mit 500 000 Euro finanziert wurde. Zusammen mit der Sanierung des alten Gutshauses in Gülzow für 2,5 Millionen Euro habe das Land bisher rund 3,6 Millionen Euro in die Fachagentur investiert.  

FNR

dpa

Wegen eines Warnstreiks der Postboten haben am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern rund 150 000 Haushalte keine Briefe und Postpakete bekommen. Betroffen waren die westmecklenburgischen Zustellbezirke Banzkow, Wittenburg, Hagenow, Kritzow, Grevesmühlen und Schönberg, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Hamburg sagte.

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