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Frustiert im Job: Jeder Fünfte hat innerlich gekündigt

Rostock Frustiert im Job: Jeder Fünfte hat innerlich gekündigt

Stress und mangelnde Wertschätzung sorgen auch im Norden für Frust und Krankheiten. Fehltage bei Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern nehmen zu.

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Ein Auszubildender bekommt von einem Dachdecker einen Ziegel zum Legen zugereicht (Symbolbild).

Quelle: Michael Reichel

Rostock. Jeder fünfte Beschäftigte hat innerlich gekündigt, erledigt auf Arbeit nur noch das Nötigste. Das ist das Ergebnis einer Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA/Berlin). Für Mecklenburg-Vorpommern (laut Statistischem Landesamt derzeit 747 000 Erwerbstätige), würde das bedeuten: Knapp 150 000 Beschäftigte arbeiten mit Frust, sind damit anfälliger für Depressionen, Herz-Kreislauf- und Sucht-Erkrankungen.

„Immer mehr Druck, immer mehr Angstmacherei, keine vernünftige Bezahlung, keine Mitbestimmung – daraus entstehen innere Kündigungen“, sagt der Vorsitzende des DGB Nord, Uwe Polkaehn. Die Folgen innerer Kündigungen sind laut Studie gravierend – für Unternehmen und Angestellte: Qualitätseinbußen, sinkende Produktivität, Konflikte im Team und Fehlzeiten. Zudem zeigt der aktuelle Fehlzeitenreport der Krankenkasse AOK: Beschäftigte haben häufiger körperliche und psychische Beschwerden, wenn sie mit der Unternehmenskultur ihres Betriebs nicht zurechtkommen.

Das sorgt dem Report zufolge auch in MV für eine Zunahme der krankheitsbedingten Fehlzeiten. Bei den AOK-versicherten Arbeitnehmern hat der Krankenstand im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr auf 5,5 Prozent leicht zugelegt (plus 0,1 Prozent). Der Bundesschnitt lag bei 5,3 Prozent.

OZ

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