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Wirtschaft Heizen mit Gas: Mietern können mit Entlastungen rechnen
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06:00 10.04.2018
Mit einer Drehung am Thermostat der Heizung kann man die Heizkosten senken. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Rostock

Die einen erhalten Geld zurück, für andere kann es richtig teuer werden: Die Heizkostenabrechnung für 2017 wird im Vergleich der jeweiligen Energieträger sehr unterschiedlich ausfallen. Zehntausende Mieter in gasbeheizten Wohnungen in Mecklenburg- Vorpommern können laut Deutschem Mieterbund (DMB) eine Entlastung erwarten. Dagegen müssen Mieter in ölbeheizten Wohnungen mit spürbaren Heizkosten- Nachforderungen rechnen. Unverändert bleiben die Heizkosten für fernwärmebeheizte Wohnungen. Das geht aus der neuen Heizkostenprognose des DMB hervor.

Für mit Öl beheizte Wohnungen drohen dagegen hohe Nachzahlungen. Mieterbund rät: Betriebskostenabrechnungen sollten sorgfältig geprüft werden.

Für Mieter in gasbeheizten Wohnungen dürften die Heizkosten um etwa ein Prozent gesunken sein, erklärt DMB-Geschäftsführer Ulrich Ropertz. „Sie zahlen für die 70 Quadratmeter große Wohnung jetzt rund 800 Euro im Jahr.“ Gas sei im Jahr 2017 um 2,8 Prozent auf dem Rohstoffmarkt preiswerter geworden. Im Nordosten gebe es ungefähr 205<TH>000 Gasfeuerstätten – mit steigender Tendenz, sagt Kay Wittig,<TB>Geschäftsführer des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik MV. In ganz Deutschland waren es im vergangenen Jahr etwa 7,8 Millionen.

Ganz anders werden die Heizkostenabrechnungen für ölbeheizte Wohnungen aussehen. „Unser Prognose zufolge müssen diese Mieter mit etwa 14 Prozent höheren Kosten rechnen“, erklärt Jochen Lansky, Vorstandsvorsitzender des DMB-Landesverbandes MV. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung erhöhen sich damit die Heizkosten durchschnittlich um 93 Euro auf 758 Euro im Jahr. Die Kosten für Heizöl sind 2017 laut Statistischem Bundesamt um rund 16<TH>Prozent gestiegen. Der Trend hält im ersten Quartal dieses Jahres an. Dennoch befinde man sich aktuell nicht in einer Hochpreisphase, „der Kauf ist im Vergleich mehrerer Jahre günstig“, sagt Alexander von Gersdorff, Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes. In MV gebe es etwa 83<TH>000 Ölheizungen, Öl-Zentralheizungen sowie Anlagen in Ein- und Zwei-Familien-Häusern. Besonders verbreitet sind Ölheizungen in ländlichen Räumen, die nicht ans Gasnetz angeschlossen sind. In ganz Deutschland werden gut 5,6 Millionen Ölheizungen gezählt.

Unverändert sind laut DMB die Heizkosten für fernwärmebeheizte Wohnungen: „Die 70 Quadratmeter große Wohnung kostet etwa 930 Euro jährlich“, sagt Ulrich Ropertz. Die Kosten der Fernwärmeproduktion seien 2017 um 1,5 Prozent gesunken. Bei allen genannten Beträgen handle es sich um Durchschnittswerte, die nach oben oder unten abweichen können. Bei Gas und Fernwärme kann es lokale Preisunterschiede geben.

Die Vermieter haben jeweils zwölf Monate Zeit, um die Betriebskostenabrechnungen zu verschicken – für 2017 ist dies also bis Ende 2018 möglich. Mieter sollten die Abrechnungsunterlagen beim Vermieter einsehen und bei Problemen den Mieterverein einschalten, rät Jochen Lansky vom Landesmieterbund. Betriebskostenabrechnungen sollten sorgfältig geprüft werden, sagt auch Ulrich Ropertz. Denn: „Jede zweite Betriebskostenabrechnung ist unplausibel, unvollständig oder gar falsch.“

Schmidtbauer Bernhard

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