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Kartellamt untersagt Booking.com Bestpreisklauseln

Rostock/Bonn Kartellamt untersagt Booking.com Bestpreisklauseln

Die Online-Plattform soll die Klauseln kurzfristig aus den Verträgen entfernen, weil sie nach Auffassung der Behörde den Wettbewerb behindern.

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Quelle: OZ

Rostock. Das Bundeskartellamt untersagt auch dem Hotel-Buchungsportal Booking.com die Anwendung umstrittener Bestpreisklauseln. Das Portal müsse die die Vorgaben in Deutschland bis Ende Januar 2016 aus den Verträgen entfernen, berichtete die  „Süddeutschen Zeitung“ am Mittwoch. Das Kartellamt sieht in den Bestpreisklauseln eine Einschränkung des Wettbewerbs.

„Wir begrüßen die Entscheidung“, erklärte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes MV am Mittwoch. So könnten die Hotels im Nordosten den Vertrieb ihrer Angebote künftig flexibler steuern und zum Beispiel Gästen auf den eigenen Seiten günstigere Konditionen anbieten.

Kritik: Markt wird abgeschottet

Bereits im Frühjahr hatte die Behörde Booking.com abgemahnt, weil es sich von den Partnerhotels den jeweils günstigsten Hotelpreis, die höchstmögliche Zimmerverfügbarkeit und die günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen im Internet garantieren lasse. Die Regelungen behinderten den Wettbewerb zwischen den Buchungsplattformen - zum Nachteil der Kunden, urteilten die Wettbewerbshüter. Denn auch Buchungsportale, die niedrigere Provisionen von den Hotels verlangten, könnten dadurch keine niedrigeren Hotelpreise anbieten. Neuen Wettbewerbern werde der Markteintritt erschwert.

Das Kartellamt hatte zuvor bereits dem Hotelbuchungsportal HRS die Anwendung der umstrittenen Klauseln untersagt. Auch gegen das Portal Expedia läuft bei der Wettbewerbsbehörde ein Verfahren.

Anteil der Online-Buchungen steigt ständig

Gegenwärtig erfolgen rund 35 Prozent aller Hotelbuchungen online – vor zehn Jahren waren es erst elf Prozent. Experten erwarten, dass es in wenigen Jahren mehr als die Hälfte sein werden.

Vor allem kleinere Betriebe stehen der Entwicklung kritisch gegenüber, denn die Portale wie Booking.com verlangen für die Vermittlungsdienste Provisionen von bis zu 15 Prozent und mehr.


Das Bundeskartellamt



OZ

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