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Kliniken in MV versorgen immer mehr Patienten stationär

Rostock Kliniken in MV versorgen immer mehr Patienten stationär

Vorwurf der Initiative Gesundheit: Krankenhäuser füllen aus finanziellen Gründen leere Betten mit Notfällen auf. Die Krankenhausgesellschaft weist die Kritik zurück.

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Die Krankenhäuser in MV versorgen immer mehr Patienten vollstationär. (Symbolfoto)

Quelle: Sven Hoppe / Dpa

Rostock. Die Krankenhäuser in MV versorgen immer mehr Patienten vollstationär. 2015 sind 411 767 Menschen in eine Klinik eingewiesen worden, 1000 mehr als im Jahr zuvor. Ähnlich sieht der Bundestrend aus. Gesundheitsökonomen vermuten, dass dahinter nicht nur der demografische Wandel steckt, sondern Kalkül.

Ihr Vorwurf: Krankenhäuser sanieren sich auf Kosten von Patienten, indem sie sich selbst die Betten füllen. Ärzte sollen Patienten aus der Notaufnahme einweisen, obwohl das in vielen Fällen nicht nötig wäre.

Krankenhäuser sind chronisch unterfinanziert

In manchen Häusern sei das vermutlich gängige Praxis, die Kliniken hätten jedoch keine andere Wahl, sagt Wolfram-Arnim Candidus, Präsident der Bürger Initiative Gesundheit. Schuld sei die chronische Unterfinanzierung medizinischer Leistungen, die Krankenhäuser dazu zwinge, so ihre Kosten zu decken. Leidtragender sei der Patient, der oft nicht beurteilen könne, ob eine Einweisung nötig ist.

Krankenhausgesellschaft weist Kritik zurück

Wolfgang Gagzow, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft MV, weist die Vorwürfe zurück. „Keine Klinik holt sich mutwillig Patienten in die Betten, ohne dass es nötig ist. Das wäre nicht nur unmenschlich und unethisch, sondern auch strafbar.“ Zudem prüfe der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen bei gut der Hälfte aller Fälle, ob der vermeintlich Kranke zu Recht auf der Station liege. Wenn nicht, gebe es kein Geld. Das Risiko, Patienten zu versorgen und dann die Kosten nicht erstattet zu bekommen, sei „viel zu groß“, verdeutlicht Gagzow.

OZ

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