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Kunden bezahlen Wasser in Tiefkühlgarnelen teuer

Mühlengeez/Rostock Kunden bezahlen Wasser in Tiefkühlgarnelen teuer

Bei der Agrarmesse MeLa wurden Ergebnisse einer Studie zum Wassergehalt in der Tiefkühlkost vorgestellt. Beim Garen von Garnelen ermittelten die Tester Gewichtsverluste von mehr als 20 Prozent.

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Bei Garnelen ermittelten die Tester in drei Produkten beim Garen Gewichtsverluste von mehr 20 Prozent. Dies weise auf den Zusatz von größeren Mengen Wasser hin, teilte das Landesamt mit.

Quelle: Neelsen, Ulf-Kersten

Mühlengeez/Rostock. Bei Tiefkühlfisch und -garnelen bezahlen Kunden oft viel Geld für zugesetztes Wasser. Das hat ein Test des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) und der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern ergeben, dessen Ergebnisse am Donnerstag auf der Agrarmesse MeLa in Mühlengeez (Landkreis Rostock) vorgestellt wurden. Untersucht wurden demnach nicht repräsentativ fünf Packungen Kabeljau und sieben Packungen Garnelen.

Bei Garnelen ermittelten die Tester in drei Produkten beim Garen Gewichtsverluste von mehr 20 Prozent. Dies weise auf den Zusatz von größeren Mengen Wasser hin, teilte das Landesamt mit. Die Probe mit dem höchsten Wassergehalt von 86 Prozent habe mit 44 Prozent auch den höchsten Garverlust aufgewiesen. Bei Kabeljaufilets war das Ergebnis besser, hier sei Wasser nur in zulässigen Mengen zugesetzt worden.

Fische und Krebstiere bestehen nach Angaben des Landesamtes zu rund 80 Prozent aus Wasser. Bei der Verarbeitung gehe Gewebewasser verloren. Aus Sicht von Fischern, Verarbeitern und Händlern beeinträchtigt der Wasserverlust die Qualität der Produkte und führt außerdem wegen des Gewichtsverlustes zu finanziellen Einbußen. Insofern sei es gerechtfertigt, die verlorengegangene Menge Wasser wieder zuzusetzen. Ein Zuviel an Wasser könne jedoch die Qualität der Produkte erheblich verschlechtern. „Zum anderen wird die billige Zutat Wasser teuer bezahlt“, konstatierten LALLF und Verbraucherzentrale.

Weiterhin kritisierten die Kontrolleure hohe Salzmengen, die zum Teil die deklarierten Werte überschritten. Hier nutzten Hersteller die Möglichkeit, zusätzlich Wasser zu binden, hieß es.

dpa/mv

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