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Landesamt findet Glyphosat in Bier, Malz und Braugerste

Schwerin Landesamt findet Glyphosat in Bier, Malz und Braugerste

Umweltministerium hält Ergebnisse der Rostocker Experten lange Zeit zurück. Bauern drohen bei Verstößen Bußgelder und Kürzungen der Beihilfen.

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Im Labor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) zeigt Friederike Habedank, Laborleiterin der Rückstandsanalytic, Ampullen mit aufbereiteten Erdbeeren, die auf Rückstände des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat untersucht werden.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Schwerin. Glyphosat im Gerstensaft: Auch in Bier aus Mecklenburg-Vorpommern wurde das umstrittene Pflanzengift gefunden, außerdem in Malz und Braugerste. Die nachgewiesenen Mengen seien aber so gering, dass sie „weder lebensmittelrechtlich noch toxikologisch relevant“ waren, sagt Verbraucherschutzminister Till Backhaus (SPD).

Aktuell werden die Rostocker Glyphosat-Tester auch noch anderswo fündig – bei Feldkontrollen zur Getreideernte. Knapp 100 Gerstenschläge sowie 90 Weizenflächen sahen sich die Kontrolleure an. Für die Gerste liegen die Ergebnisse bereits vor: In 25 Fällen waren die Felder mit Glyphosat gespritzt, achtmal vermutlich ohne zulässigen Grund.

Im Weizen wurden 18 Verdachtsproben genommen, die aber noch von den Rostocker Rückstandsanalytikern untersucht werden. „Missbräuchliche Anwendungen“ gelten als Verstoß gegen das Pflanzenschutzgesetz, heißt es dazu aus dem Ministerium. Bestätigen sich Erst-Ergebnisse bei Nachkontrollen vor Ort, müssen die Betriebe mit Bußgeldern und Beihilfekürzungen rechnen.

Zwar ist Glyphosat nicht verboten, es darf aber nur unter bestimmten Bedingungen eingesetzt werden. Erlaubt ist die sogenannte Vor-Ernte-Behandlung, um Unkraut und unreife Triebe totzuspritzen.

Elke Ehlers

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