Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft MV bangt um gelbe Raps-Meere
Nachrichten MV aktuell Wirtschaft MV bangt um gelbe Raps-Meere
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:33 07.09.2013
Rapsernte in MV: Die Landwirte im Nordosten fürchten um die Einnahmen aus dem Anbau. Quelle: Jens Büttner/dpa
Anzeige
Brüssel

Den bei Einheimischen und Touristen beliebten Rapsfeldern im Nordosten droht das Aus: Das EU-Projekt „iLUC“ könnte die Anbauflächen für die Ölfrucht in Mecklenburg-Vorpommern massiv reduzieren. „Wenn ,iLUC’ wirklich so kommt, werden die Bauern in MV mindestens 50 Prozent weniger Raps anbauen“, befürchtet Rainer Tietböhl, Präsident des Bauernverbandes MV.

Das Problem: Geht es nach den Plänen der EU-Kommission, soll Raps künftig nicht mehr für die Produktion von Biokraftstoffen verwendet werden. Begründung: Weil in Deutschland und Europa Energiepflanzen angebaut werden, müssen zwangsläufig Ersatzflächen für die Nahrungsmittelproduktion kultiviert werden. Das führe schlimmstenfalls dazu, dass in Asien oder Südamerika Urwald dafür gerodet wird.

„iLUC“, Kurzform für „Indirect land use change“ (Indirekter Tausch von Landnutzung), soll das verhindern.

Die Folgen eines reduzierten Raps-Anbaus wären erheblich, so Bauernverbands-Präsident Tietböhl: Weniger leuchtend gelbe Felder; schlechtere Bodenqualität, da Raps in der Fruchtfolge Stickstoff bindet und die Böden verbessert. Die Ölfrucht wurde in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr von 263 000 Hektar geerntet; deutschlandweit sind es 1,45 Millionen Hektar. 30 bis 35 Euro pro Doppelzentner werden derzeit gezahlt.

OZ

Im Schnitt liegen die Erträge laut Landesbauernverband fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Agrarminister Backhaus beklagt niedrige Preise.

06.09.2013

Während Rheinland-Pfalz den eigenen Stand streicht, engagiert sich der Nordosten weiter auf der weltgrößten Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse in Berlin.

05.09.2013

Der Manager und Ex-Journalist Nico Fickinger übernimmt die Leitung der Spitzenorganisation für Unternehmen mit 110 000 Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und dem nordwestlichen Niedersachsen.

23.08.2013
Anzeige