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Wirtschaft Nach Bio-Ei-Stopp: Verband fordert strikte Einhaltung der Gesetze
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18:47 14.03.2013
Für manche Betriebe ist "bio" utopischer Luxus. Foto: Friso Gentsch/Archiv
Todendorf

Die andere Wahrheit sei aber auch, dass die Preise - auch für Eier - kaum zum Überleben reichten, erklärte Dorn auf der Jahrestagung des Verbandes.

Das Agrarministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, dass Eier von rund 12 000 Legehennen in drei Betrieben im Nordosten vorerst nicht mehr als Bio-Eier vermarktet werden dürfen, sondern konventionell verkauft werden müssen. In den Betrieben habe ein Teil der Hühner nicht die vorgeschriebenen Auslaufflächen gehabt. Insgesamt waren 16 Öko-Haltungen mit zusammen 420 000 Legehennen überprüft worden.

Die Geflügelhalter hätten unter massiv gestiegenen Futterkosten zu leiden, erklärte die Verbandsvorsitzende. „Das ging soweit, dass etwa ein Fünftel aller Geflügelbetriebe in diesem Winter aus Kostengründen ihre Ställe leer gelassen haben.“ Das sei überproportional viel. Da Futterkosten bereits drei Viertel aller Kosten ausmachten, könnten einige Firmen die Heizungskosten nicht mehr bewältigen. Im Nordosten werden rund sechs Millionen Hähnchen gemästet und 2,1 Millionen Legehennen gehalten.

Dorn kritisierte mit Blick auf den jüngsten Futtermittelskandal die Futtermittelproduzenten und ihre Einkäufer. Wenn ordentlich kontrolliert worden wäre, hätte das mit Pilzen verunreinigte Getreide aus Serbien, das zu Futter verarbeitet wurde, eher auffallen müssen. Die Vorsitzende riet aber auch zu mehr Gelassenheit: „Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat ganz klar festgestellt, dass kein Gesundheitsrisiko besteht.“ Außerdem seien Schimmelgifte im Getreide keine Seltenheit, es komme lediglich auf die Konzentration an.

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) sagte, Öko-Betriebe und konventionelle Tierhalter dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Geflügelbranche im Nordosten erfülle die höchsten Standards. Wer Käfighaltung vermeide, müsse auch zusätzliche Boden- und Freilandhaltungen zulassen, forderte Backhaus mit Blick auf geplante, aber umstrittene Stallneubauten. Den Grünen warf Backhaus eine Verhinderungstaktik und eine „ideologiegeleitete Politik“ vor.

„Unsere Betriebe verlangen erneut eine genaue Kennzeichnung des Fleisches, das in Tiefkühlprodukten verarbeitet wird“, sagte die Verbandsgeschäftsführerin Silvia Ey. So wichen Käufer oft aus Unsicherheit auf Tiefkühlprodukte aus, in denen Hähnchenfleisch aus Brasilien verarbeitet werde - dem weltweit drittgrößten Lieferanten. Dort gebe es aber auch deutlich niedrigere Umweltstandards. „Der Verbraucher sollte das wissen und dann entscheiden.“

Die Geflügelhalter forderten auch eine härtere Bestrafung von Tierschützern, die für Filmaufnahmen in ihre Anlagen illegal einsteigen. „Solche Einbrüche sind kein Kavaliersdelikt“, sagte Dorn. Dabei würden die Tiere massiv erschreckt und zusammengetrieben. Danach würden die Aufnahmen oft unter dem Deckmantel des Tierschutzes vermarktet.

dpa

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