Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Neue Studie zeigt, wie die Treuhand im Osten wütete
Nachrichten MV aktuell Wirtschaft Neue Studie zeigt, wie die Treuhand im Osten wütete
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:04 05.01.2018
Historiker Marcus Böick von der Ruhr-Universität Bochum, hat die Treuhandanstalt erforscht. Quelle: Ruhr-Universität Bochum
Anzeige
Bochum/Rostock

„Für viele Ostdeutsche ist die Treuhand ein Symbol der Unterwerfung“, sagt der Historiker Marcus Böick (34). Der Historiker von der Ruhr-Universität Bochum untersuchte ein Jahr lang Rolle und heutige Wahrnehmung der umstrittenen Treuhandanstalt, die tausende DDR-Betriebe abwickelte.

Ältere im Osten seien durch die völlig neue Erfahrung, über Nacht Job und Lebensinhalt zu verlieren, traumatisiert worden. „Die Angst wirkt nach“, sagt der Thüringer Linke-Politiker Helmut Holter, der in MV den Treuhand-Untersuchungsausschuss leitete. Es sei viel Vertrauen verloren gegangen.

Die Umwälzungen könnte ein Grund für den größeren Erfolg von AfD und Pegida im Osten sein, weil sie ein Sprachrohr für Kritik an Staat und Parteien bieten, so Holter.

Bilanz der Treuhand: 8000 abgewickelte Betriebe mit vier Millionen Mitarbeitern, drei von vier Jobs fielen weg. Statt des erwarteten Gewinns blieb ein Schuldenberg von 104 Milliarden Euro.

Gerald Kleine Wördemann

Die Arbeitgeber in MV fordern eine Neuauflage des Bündnisses für Arbeit. DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn signalisiert Bereitschaft. Aber nur, wenn auch über Löhne und Tarifbindung geredet wird.

03.01.2018

Arbeitsagentur gibt Zahlen für Dezember bekannt +++ Polizei sucht am Camminer See nach Leichenteilen

03.01.2018

In MV wird ein Wachstum von bis zu 1,9 Prozent erwartet. Die Entwicklung soll anhalten.

28.12.2017
Anzeige