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Wirtschaft Neues Deck der „Gorch Fock II“ aus illegalem Tropenholz?
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13:02 27.09.2018
Das Segelschulschiff der Deutschen Marine, die „Gorch Fock“, bei der traditionellen Geschwaderfahrt der Hanse Sail auf der Ostsee vor Rostock-Warnemünde (Archivfoto) Quelle: Bernd Wüstneck / dpa
Bremerhaven/Kiel

Schon wieder Wirbel um die „Gorch Fock II“: Auf dem Oberdeck des Segelschulschiffs der Marine, das derzeit auf der Elsflether Werft saniert wird, soll Teakholz aus dem südostasiatischen Myanmar verarbeitet werden. Ob es sich dabei um legal geschlagenes Holz handelt, ist angeblich nicht mehr zu klären. Das Holz besitze „keinen Nachweis der Nachhaltigkeit“, räumte das Bundesverteidigungsministerium auf Anfrage ein.

Die „Gorch Fock“ wird seit 2015  für 135 Millionen Euro generalüberholt. Das umstrittene Holz war 2017 importiert worden.  Im Frühjahr 2017 erließ die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eine Anordnung, wonach Importeure von Teakholz Nachweise über die Herkunft des Holzes erbringen müssen.

Handel in Myanmar von Korruption geprägt

In Myanmar ist der Handel von Korruption geprägt, es gibt in dem Land keine zuverlässige Zertifizierung mehr. Seit diesem Sommer darf kein Burma-Teak mehr aus dem südostasiatischen Staat eingeführt werden. „Das Holz  auf der ,Gorch Fock‘ zu verbauen, ist rein rechtlich nicht zu beanstanden“, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. 

Ungeachtet dessen müssten Holzprodukte, die durch die Bundesverwaltung beschafft werden, nachweislich aus legaler und nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen. Für das in Rede stehende Holz gebe es diesen Nachweis nicht. Die entsprechenden Stellen seien mit Nachdruck auf die Beachtung der Erlasslage hingewiesen worden. Das ARD-Politmagazin „Report Mainz“ berichtete, dass trotz des Importverbots von April bis August 2018 rund 250 Tonnen Teakholz aus Myanmar nach Deutschland eingeführt wurden.

Nils Brandt, Kommandant der „Gorch Fock“, kann die Aufregung nicht verstehen. Das gelieferte Holz sei alternativlos, wegen seiner Haltbar- und Rutschfestigkeit. 70 Millimeter starke Schiffsplanken würden durch 35 Millimeter starke ersetzt. Das neue Tropenholz habe weniger Verschnitt, sein Verbrauch sei deshalb deutlich geringer als für das alte Schiffsdeck. Die Umweltorganisation WWF forderte, das Holz nicht einzusetzen, damit aus dem deutschen Wahrzeichen kein „Schiff der Schande“ werde. 

Curd Tönnemann

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