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Nord-Minister wollen Geflügelhalter unterstützen

Kiel/Schwerin Nord-Minister wollen Geflügelhalter unterstützen

Die wegen der Geflügelpest verhängte Stallpflicht bedeutet für Freilandhalter nach drei Monaten harte wirtschaftliche Einbußen. Deshalb wollen die Agrarminister das EU-Recht verändern.

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Christian Schmidt ist zu sehen.

Quelle: Michael Kappeler/archiv

Kiel/Schwerin. Mit einem Vorstoß beim Bund wollen die norddeutschen Flächenländer Geflügelhaltern helfen, die wegen der Geflügelpest unter Druck geraten. In einem Brief an Bundesminister Christian Schmidt (CSU) setzen sich die Agrarminister von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen dafür ein, die Fristen zur Aufstallung von Freiland-Legehennen zu flexibilisieren. Auf eine entsprechende Rechtsänderung möge Schmidt auf EU-Ebene hinwirken, „um außergewöhnlichen Ereignissen Rechnung tragen zu können“.

Es gebe unmittelbaren Handlungsbedarf für eine Lösung, die dem Tier- und Verbraucherschutz, der Seuchenbekämpfung und der Vermarktung gerecht werde. Dies könnte ähnlich wie im Biobereich so gestaltet werden, „dass bei einer staatlich angeordneten Aufstallung die Beschränkung des Zugangs nach draußen keine Auswirkungen auf die Kennzeichnung (als Freiland) hat und die starre 12-Wochen-Frist innerhalb eines Seuchengeschehens in begründeten Fällen aufgehoben werden kann“, erläutern die Ressortchefs Robert Habeck (Kiel/Grüne), Till Backhaus (Schwerin/SPD) und Christian Meyer (Hannover/Grüne).

„Die Aufstallung zum Schutz der Hausgeflügelbestände bedeutet insbesondere für die Legehennen-Freilandhalter nach Ablauf von zwölf Wochen harte wirtschaftliche Einschnitte“, heißt es in dem Schreiben. Erste Supermarktketten sähen sich nach Freilandeiern aus dem Ausland um. „Einige Betriebe haben daher schon angekündigt, ihre Haltung dann aufzugeben bzw. ihre Bestände vorzeitig zu töten.“ Vielfach werde die Zwölf-Wochen-Frist schon ab Ende Januar auslaufen.

dpa/lno

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