Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Ospa-Chefs verdienen zusammen 792 000 Euro
Nachrichten MV aktuell Wirtschaft Ospa-Chefs verdienen zusammen 792 000 Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 28.04.2016
Das Gebäude der Ostseesparkasse Rostock am Vögenteich (Archivfoto) Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Sparkassen-Vorstände in Mecklenburg-Vorpommern müssen demnächst ihre Gehälter offenlegen. So sieht es das neue Transparenzgesetz des Landes vor. „Besondere Freude löst das nicht aus“, räumt Karsten Boerma von der Sparkasse Mecklenburg Nordwest offen ein. Man werde aber alle rechtlichen Anforderungen umsetzen, so der Sprecher. Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) protestiert gegen das Gesetz.

Bisher machen nur die beiden größten Sparkassen im Land in ihren Bilanzen allgemeine Angaben: Die Rostocker Ostseeparkasse (Ospa) und die Sparkasse Vorpommern. Die Ospa veröffentlicht in ihrer Bilanz für 2014, was ihr zweiköpfiger Verstand verdiente: insgesamt 792 000 Euro. Zusätzlich flossen 626 000 Euro an Versorgungsleistungen an frühere Vorstände und Hinterbliebene, hier ist die Zahl der begünstigten Personen unbekannt.

Die Ospa beschäftigt nach eigenen Angaben 728 Mitarbeiter, 2014 erzielte sie 4,9 Millionen Euro Gewinn. Die Bezahlung des Vorstands erfolge nach den OSV-Richtlinien und sei mit dem Finanzministerium abgestimmt, betont Ospa-Sprecherin Katrin Stüdemann.

Die Sparkasse Vorpommern zahlte im gleichen Jahr ihren drei Vorständen 935 000 Euro, und gab knapp 1,4 Millionen Euro für Versorgungsbezüge aus. Der Gewinn fiel geringer aus als die Summe der Ausgaben für aktuelle und frühere Chefs: 1,326 Millionen Euro. Nur die Vorpommern-Sparkasse und die Ospa müssen bislang Angaben zu den Vorstandvergütungen machen, es sind die beiden größten Sparkassen in MV.

Von Gerald Kleine Wördemann

Vertrautes Miteinander ersetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern immer mehr die alte Befehlskultur.

28.04.2016

Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den wenigsten Autos mit Batterieantrieb. Dass sich dies durch den geplanten 4000-Euro-Zuschuss für den Kauf eines E-Mobils großartig ändern wird, glaubt die Branche im Nordosten nicht.

28.04.2016

Grüne fordern Aufklärung von Finanzministerin Heike Polzin (SPD). MV soll wegen hoher Zinsen Geld bei angeschlagenem Institut angelegt haben. Ministerium weist die Vorwürfe als haltlos zurück - hält wichtige Details aber unter Verschluss.

23.04.2016