Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Polen verzichtet auf Atomkraftwerk in Westpommern

Köslin Polen verzichtet auf Atomkraftwerk in Westpommern

Energieversorger gibt seine Pläne für das Ostseebad Gaski auf. Jetzt soll das Kernkraftwerk bei Danzig entstehen.

Voriger Artikel
Unternehmen sollen Tourismussteuer bezahlen
Nächster Artikel
Streit im Norden um Sonntags-Fahrverbot für Lkw

Einwohner protestieren gegen den Bau eines Atomkraftwerk in Gaski.

Quelle: Um Mielno

Köslin. Der mehrheitlich staatliche polnische Energieversorger PGE verzichtet auf den Bau eines Atomkraftwerks in Westpommern. Das berichtet der polnische öffentlich-rechtliche Sender TVP mit dem Verweis auf das Online-Medium Głos Koszaliński. Olga Roszak, die Vorsteherin der Gemeinde Mielno bei Köslin, habe einen offiziellen Brief vom Energieunternehmen erhalten. PGE habe darin versichert, den Standort Gaski endgültig verworfen zu haben. Die Gemeindevorsteherin freut sich über diese Entscheidung. Die Bürger der Gemeinde haben sich seit Jahren gegen den Bau des Kernkraftwerks gewehrt und gingen sogar Anfang des Jahres vor Gericht.

„Jeder Standort weniger für ein Atomkraftwerk in Polen ist eine gute Nachricht für die Menschen beiderseits der Grenze“, erklärt Mecklenburg-Vorpommern Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in Schwerin. „Am besten wäre ein kompletter Verzicht.“

Das Ostseebad Gaski liegt rund 130 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze. Vor fünf Jahren kam es in die engere Auswahl für den Bau des Kraftwerks. Der Verzicht auf Gaski als Standort bedeutet, dass das der Atommeiler jetzt offensichtlich in der Nähe von Danzig errichtet wird. Als Standorte kommen die Orte Choczewo und Lubiatowo-Kopalino direkt an der Ostsee sowie Zarnowiec an einem nahegelegenen See infrage – alle rund 60 Kilometer westlich der polnischen Hansestadt. Zarnowiec war schon in den 1980er-Jahren als möglicher Standort im Gespräch und gilt auch heute als Favorit.

Alexander Salenko

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Hannover

Der Stromproduzent Eon musste 2011 nach dem Unglück in Fukushima zwei ältere Meiler für Zwangspausen vom Netz nehmen. Das kostete hunderte Millionen Euro, die der Konzern nun zurück will. Ein Gericht weist das ab und argumentiert, Eon habe einfach früher reagieren müssen.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.