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Rekord! Noch nie kamen so viele Kreuzfahrer nach MV

Rostock Rekord! Noch nie kamen so viele Kreuzfahrer nach MV

Mehr als 900 000 Passagiere im Land. In allen großen Häfen gibt es Zuwachs. Ein großes Problem aber bleibt.

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Von links: „Viking Sea“, „Aidadiva“ und „Zuiderdam“ an den Piers von Rostock-Warnemünde (Archivfoto)

Quelle: Dieter Stroh

Rostock. Mit dem Auslaufen der „Balmoral“ geht am Donnerstagabend in Rostock-Warnemünde die diesjährige Kreuzfahrtsaison zu Ende. Insgesamt 190 Schiffsanläufe mit zusammen 892 000 Passagieren, die an und von Bord gingen – damit verzeichnet die Rostocker Hafengesellschaft einen Rekord. In der Spitzensaison 2016 waren es 766 000 Passagierbewegungen gewesen.

Rekorde und Höhepunkte

4800 Passagiere – so viele brachte das größte Schiff, die „Norwegian Getaway“, nach MV. Allein die Rostocker Reederei Aida Cruises mit der „Aidadiva“ und der „Aidamar“ startete von Warnemünde 40 Mal zur Ostseekreuzfahrt. Hinzu kamen 24 internationale Reedereien. Zu den Höhepunkten der Saison zählten fünf Erstanläufe und drei Vierfachanläufe.

Auch in den anderen Kreuzfahrthäfen lief die Saison glänzend. Elf Schiffe mit 8000 Passagieren kamen nach Wismar . Für 2018 erwartet das Columbus Cruise Center Wismar mit 14 Anläufen sogar einen neuen Spitzenwert. In Mukran auf Rügen gab es 2017 vier Anläufe – drei mehr als im Vorjahr.

Ähnlich erfolgreich läuft es in Stralsund . Dort sei die Saison noch nicht ganz beendet, aber es zeichne sich mit mehr als 15 000 Passagieren und 111 Anläufen eindeutig ein Zuwachs ab, sagt Sören Jurrat, Geschäftsführer des Seehafens Stralsund. Damit habe die Stadt „ihre führende Rolle im speziellen Marktsegment der Flusskreuzfahrten zwischen der Metropolregion Berlin-Brandenburg und der Ostsee 2017 noch ausbauen können“.

Studie: Touristen lassen 20 Millionen Euro in MV

Auf Basis einer Studie der Uni Rostock geht die Rostocker Hafengesellschaft Hero davon aus, dass in dieser Saison Passagiere und Crew-Mitglieder rund 20 Millionen Euro im lokalen und regionalen Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe und im öffentlichen Nahverkehr ausgaben. Immerhin 142 000 Passagiere blieben in diesem Jahr als Tagesgäste in Warnemünde, Rostock oder anderswo in MV – anstatt nach Berlin zu reisen.

Beim Thema Umwelt hat sich allerdings nicht viel getan: Zwar bietet der Hafen den Kreuzfahrtschiffen während der Liegezeiten die Versorgung mit Flüssiggas an, was umweltfreundlicher ist, als die Motoren laufen zu lassen. Doch auch dieses Jahr habe keine Reederei Interesse gezeigt, sagte Christian Hardt, Sprecher von Rostock Port. Auch die Nachfrage nach Landstrom bestehe nicht, der werde daher auch nicht angeboten.

Umweltverschmutzung bleibt problematisch

Zu den Vorreitern beim Flüssiggas LNG gehört die Rostocker Reederei Aida Cruises, die ihre jüngsten gebauten Schiffe, „Aidaprima“ und „Aidaperla“, mit Dual-Fuel- Motoren ausgerüstet hat, die mit Gas betrieben werden können. Allerdings laufen diese Schiffe Rostock/Warnemünde bisher nicht an.

Umweltschützer kritisieren seit Jahren die Luftbelastung durch Abgase der Kreuzfahrtschiffe. Nach Angaben des Landesamts für Umweltschutz wurden bei den Messungen allerdings auch diesmal die Grenzwerte nicht überschritten. Immerhin leiteten bei der Hälfte der Anläufe Schiffe ihr Schmutzwasser in die Kanalisation ein, anstatt es auf hoher See zu verklappen.

In diesem Jahr stellten in Warnemünde Kreuzfahrer aus Deutschland mit rund 120 000 Passagieren die größte Gruppe, gefolgt von 71 000 US-Amerikanern, 38 000 Spaniern und 33 000 Briten. Zudem waren 155 000 Crew-Mitglieder aus 118 Ländern an Bord.

Von Axel Büssem und Virginie Wolfram

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