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Wirtschaft Schiffswracks sollen Platz machen für neue Marina
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07:56 21.06.2017
Zu DDR-Zeiten versenkte Torpedoboote vor Dranske. Quelle: Ralf Eppinger

Die Tage der 13 Torpedo-Schnellboot-Wracks, die in der Ostsee vor Dranske im Nordwesten der Insel Rügen liegen, sind gezählt: Läuft alles wie geplant, könnte noch Ende 2017 Baustart für die Umgestaltung des Hafens sein. Investor Gerhard Nusser, seit 2013 Besitzer des Areals, steht in den Startlöchern. „Ist die Baugenehmigung erteilt, geht es los“, erklärt der Boots- und Schiffbaumeister, der eine Werft in Süddeutschland betreibt. Auf einem Teil des ehemaligen Hafenareals will er eine Marina, schwimmende Ferienhäuser und ein Werftgebäude plus Kran errichten. Dazu müsse „ein Teil der Boote weichen“, erklärt Nusser. Eventuell soll ein Boot gehoben und restauriert werden.

Hintergrund: In der damaligen Sowjetunion gebaut und Ende der 1950er Jahre an die DDR übergeben, waren die „P6“ bzw. „Projekt 183“ genannten Boote irgendwann nicht mehr zeitgemäß. Anfang der 1970er Jahre wurden sie versenkt, erklärt Berndt Borrmann, Chef des Heimatvereins Dranske und des örtlichen Museums. „Ziel: Die Wracks sollten den Hafen vor Versandung schützen“, sagt der ehemalige Fregattenkapitän. „Und das hat wohl recht gut funktioniert.“

Die Wracks vor Dranske sind kein Einzelfall: Die Ostseeküste ist von Wracks gesäumt. 1500 Fundstellen gibt es vor Mecklenburg-Vorpommern. Darunter mittelalterliche Segelschiffe und Lastkähne wie in der Hafeneinfahrt von Wismar (die OZ berichtete) oder abgestürzte Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg. Dazu kommen versunkene Siedlungsreste, wie vor der Insel Poel, oder Überbleibsel alter Hafenanlagen vor Rostock-Hohe Düne.

Thomas Luczak

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