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06:05 26.05.2014
Zukunft ungewiss: die „Lovis“ aus Greifswald. Quelle: Kai Lachmann
Greifswald

Sören Vollmann ist sauer: „Die Saison 2015 ist noch nicht gesichert“, sagt der Mann von der Crew der „Lovis“. Der Fracht-Logger aus Greifswald segelt mit Schülergruppen oder Studenten. Die jungen Leute lernen an Bord Teamarbeit, bewahren zugleich maritimes Erbe. Unter anderem deshalb hat die „Lovis“ eine Zulassung als Traditionsschiff.

Wie lange die Crew allerdings noch unterwegs sein kann, das ist völlig unklar. Damit geht es der „Lovis“-Crew wie den Betreibern und Eignern vieler anderer Segler, Kutter oder Logger entlang der Ost- und Nordseeküste: Keiner weiß, wer in Zukunft noch ein Sicherheitszeugnis als Traditionsschiff bekommt.

„Die Traditionsschifffahrt sitzt auf dem Trockenen“, sagt Uwe Beckmeyer (SPD). Der Staatssekretär für maritime Wirtschaft beim Bundeswirtschaftsministerium diskutierte jetzt mit Traditionsschiffern und ihrem Dachverband, der Gemeinsamen Kommission für Historische Wasserfahrzeuge (GSHW). Beckmeyer: „Die Uhr tickt. Das Bundesverkehrsministerium und die Berufsgenossenschaft müssen zusammenkommen.“ Genau das wünschen sich Skipper und Besatzungsmitglieder. Doch Zusagen kann der Staatssekretär nicht machen.

Hintergrund: Wer ein Traditionsschiff unterhält, muss es verchartern, um die Kosten einzuspielen. Die Planungen beginnen eineinhalb Jahre im Voraus. Das geschieht in engen Grenzen: Dieses Geschäft darf – wie bei der „Lovis“ – nur zu sozialen oder gemeinnützigen Zwecken betrieben werden. Auch baulich ist nicht viel Spielraum. Hier greift die sogenannte Traditionsschiffrichtlinie: Die macht exakte Vorgaben zu Historizität der Fahrzeuge und Sicherheit.



Ulf Buschmann

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