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Trotz Insolvenz: Krause träumt vom nächsten großen Ding

Brandenburg Trotz Insolvenz: Krause träumt vom nächsten großen Ding

Mal wieder will Ex-Bundesverkehrsminister Günther Krause (62) groß durchstarten, diesmal mit Neutrino-Technik. Der Insolvenverwalter seiner aktuellen Firma, die seiner Frau gehört, wirft ihm vor, nicht zu kooperieren.

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Günther Krause, Ex-CDU-Politiker, unterzeichnete den Einigungsvertrag und war Bundesminister.

Quelle: Joachim Liebe

Brandenburg. „Die Lehrbücher müssen umgeschrieben werden“, sagt Holger Thorsten Schubart (51). Der Unternehmer will mit sogenannter Neutrino-Technik Energie erzeugen. Er habe die Patente, die Technik sei so erfolgversprechend wie Facebook und Apple. Die Technik ist bislang vor allem in Esoterik-Kreisen ein Thema, die meisten seriösen Wissenschaftler sehen sie kritisch.

Der Geschäftspartners von Schubart, der in Berlin Unter den Linden gemeldet ist, ist Günther Krause (62). Der Ex-Bundesminister der CDU unterschrieb den Einigungsvertrag und stürzte 1993 nach nur zwei Jahren in der Politik, weil seine damalige Ehefrau Zuschüsse vom Arbeitsamt für eine Putzkraft kassierte.

Schubart will Krause auch bei seinen aktuellen Problemen helfen. Die Firma „Information, Beratung, Projektentwicklung“ des Ex-Politikers ist insolvent. Laut Krause wurde sie ein Opfer des EU-Handelsembargos gegen Russland. Krause sagt, er könne alle Forderungen begleichen und verweist auf Aktien von Schubarts Firma Neutrino Inc., die ihm gehören. Die Papiere werden an keiner Börse der Welt gehandelt und haben noch nicht einmal eine Kennnummer. Der Insolvenzverwalter hält sie für wertlos.

Schubart wirbt laut Krause zurzeit Aktionäre für die Neutrino-Firma an, er selbst sei für die Entwicklung zuständig. Das erste Produkt, ein selbst aufladendes Handy, soll in zwei Jahren vorgestellt werden. Schubart sagt, er wolle sogar Krauses Villa in Kirchmöser (Brandenburg) kaufen, um seinen Geschäftspärtner zu helfen. Dabei sind die beiden finanziell angeschlagen. Laut Creditreform liegen gegen beide „harte Negativmerkmale“ vor, sie mussten beim Gerichtsvollzieher ihre Vermögensverhältnisse offenlegen, was früher Offenbarungseid genannt wurde.

Krause kündigt außerdem an, er wolle nach Mecklenburg-Vorpommern zurückziehen. Von dort aus zog es ihn erst 2013 nach Kirchmöser.

Gerald Kleine Wördemann

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