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Weniger Armut in MV als vor zehn Jahren

Bremen/Wiesbaden/Rostock Weniger Armut in MV als vor zehn Jahren

In Mecklenburg-Vorpommern gelten 21,7 Prozent der Menschen als arm. Mehr sind es nur in Berlin (22,4 Prozent) und Bremen.

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Eine 80-jährige Frau zählt in Stralsund auf einer Geldbörse Euromünzen (Symbolbild). Einst weit verbreitet, sind Ermäßigungen für Senioren heute in Mecklenburg-Vorpommern kaum noch zu finden.

Quelle: Stefan Sauer

Bremen/Wiesbaden/Rostock. In Mecklenburg-Vorpommern sind weniger Menschen von Armut bedroht oder betroffen als noch vor zehn Jahren, doch es sind immer noch überdurchschnittlich viele. Mehr als jeder Fünfte im Nordosten - genau 21,7 Prozent - hat weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Schwerin mitteilte. Bei dieser Grenze beginnt laut Definition die Armutsgefährdung. Vor zehn Jahren sei noch fast jeder Vierte (24,1 Prozent) betroffen gewesen. Bundesweit gelten nach der Berechnung 15,7 Prozent der Menschen als arm oder armutsgefährdet.

Arm, ärmer, Bremen

Schlechter geht es da den Menschen in Berlin (22,4 Prozent) und Bremen. Im kleinsten Bundesland laufen die Bürger im bundesweiten Vergleich das höchste Risiko, in Armut abzurutschen. Fast jeder Vierte (24,8 Prozent) galt in dem hoch verschuldeten Stadtstaat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag als arm. Niedersachsen verschlechterte sich 2015 im Vergleich mit 2005 um einen Prozentpunkt auf 16,5 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag im Vorjahr bei 15,7 Prozent.

Wohlhabendes Südwestmecklenburg

Die Menschen im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben die landesweit höchsten verfügbaren Einkommen. Pro Person sind dort nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen 18 590 Euro fürs Konsumieren und Sparen übrig, wie das Statistische Landesamt ermittelt hat. Das wenigste Geld blieb demnach in Rostock mit durchschnittlich 16 423 Euro übrig. Das seien 2167 Euro je Einwohner weniger als in Südwestmecklenburg.

Einwohner in MV können pro Jahr rund 17 486 Euro ausgeben

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim erreichte den Angaben zufolge bei den verfügbaren Einkommen 88 Prozent des deutschen Durchschnittsniveaus. Mecklenburg-Vorpommern insgesamt kam auf 82,8 Prozent (17 486 Euro). Im Landkreis Vorpommern-Greifswald blieb es mit 78,7 Prozent und in Rostock mit 77,8 Prozent noch unter der 80-Prozent-Marke.

In die Berechnung des verfügbaren Einkommens je Einwohner werden alle möglichen Einkommensarten einbezogen: Löhne und Gehälter, Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, Vermögenseinkünfte sowie Renten und Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld und Kindergeld. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist die Arbeitslosigkeit landesweit am geringsten.

OZ

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