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MV aktuell Wo die Milch in Strömen fließt: Neue Abfüllanlagen für Upahl
Nachrichten MV aktuell Wo die Milch in Strömen fließt: Neue Abfüllanlagen für Upahl
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00:00 07.02.2017
Die Arla-Molkerei Upahl. Hier sind rund 450 Menschen beschäftigt – allein in den vergangenen zwei Jahren wurden 40 neue Mitarbeiter eingestellt. Quelle: Foto: Arla

Neue Abfüll- und Verpackungsanlagen, neue Tanks für Rohmilch: Die Genossenschaftsmolkerei Arla Foods will am Standort Upahl (Nordwestmecklenburg) knapp 19 Millionen Euro investieren. Der Ausbau würde das Werk zum wichtigsten Produktionsstandort für Quark- und Joghurterzeugnisse im Arla-Verbund machen, informiert Unternehmenssprecher Wolfgang Rommel. Insgesamt seien in drei Jahren in Upahl dann 70 Millionen Euro investiert worden – so viel wie an keinem anderen Arla-Standort. Ziel: die Verarbeitungskapazität weiter zu steigern.

Mit der Investition käme Arla dem Ziel, Upahl zum Arla-Kompetenzzentrum für Quark und Joghurt auszubauen, „wieder einen Riesenschritt näher“, betont Michael Robbers, der für alle Arla-Produktionswerke in Deutschland und den Niederlanden verantwortlich ist. In Upahl sind derzeit rund 450 Menschen beschäftigt – Tendenz steigend: „Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden 40 neue Mitarbeiter eingestellt“, erklärt Rommel. Für 2017 seien jedoch zunächst keine Neueinstellungen geplant.

Die etwa zwei Jahre lang anhaltende Milchkrise war auch an dem Genossenschaftsunternehmen Arla nicht spurlos vorübergegangen: Als Reaktion auf fallende Milchpreise und sinkende Erlöse hatte die Geschäftsleitung die Investitionen gedrosselt, fährt sie nun aber wieder hoch. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen im laufenden Jahr insgesamt 335 Millionen Euro für die Erweiterung und Modernisierung von Produktionsstätten eingesetzt werden. Das seien fast 50 Prozent mehr als 2016.

Nach Tiefstpreisen von knapp 20 Cent je Kilogramm Rohmilch Mitte vorigen Jahres haben sich die Erzeugerpreise wieder etwas erholt. Doch auch aktuell erzielte Preise von 33 Cent gelten für viele Milchbauern noch nicht als kostendeckend. Arla hatte zum Höhepunkt der Krise seinen Lieferanten etwa vier Cent je Liter über dem jeweiligen Tiefstpreis gezahlt.

Die Investition von Arla sei ein Zeichen dafür, dass „der Milchmarkt eine Zukunft hat“, betont Matthias Löber vom Zuchtverband Rinderallianz GmbH in Woldegk. Wichtig sei, dass die „Wertschöpfung verbessert“ werde und die Milchbauern im Nordosten für ihre Produkte „gute Preise erzielen können“. Ähnlich sieht es Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Ziel sei, „die Wertschöpfung im Land weiter zu steigern und damit Arbeitsplätze zu schaffen“.

Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) begrüßt die Investition: „Für die Arbeitnehmer heißt das, dass die Arbeitsplätze auf lange Sicht gesichert sind.“

Die Großmolkerei Upahl gehört seit der Fusion der Hansa Milch eG 2011 zur schwedisch-dänischen Genossenschaft Arla Foods.

Größte Molkerei in MV

12050 Landwirte aus Deutschland, Schweden, Dänemark, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden sind Mitglieder der

Molkereigenossenschaft Arla Foods. Arla-Produkte werden unter den

Namen Arla, Lurpak und Castello in mehr als 100 Ländern vertrieben. Arla ist der weltweit größte Hersteller von Molkereiprodukten in Bioqualität und der größte Milchverarbeiter in MV, Arla Foods das drittgrößte Molkereiunternehmen in Deutschland.

Internet: www.arlafoods.de

Frank Pfaff und Thomas Luczak

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