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Wolgast erhält wieder Station für Kinder

Wolgast Wolgast erhält wieder Station für Kinder

Nach Protest: Krankenhaus wird „Portalklinik“

Wolgast. Um die Wiedereröffnung der Kinder- und Geburtenstation am Wolgaster Krankenhaus kämpfen Menschen aus Vorpommern seit über einem Jahr. Jetzt zeichnet sich zumindest für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen eine Lösung ab. Das Kreiskrankenhaus soll eine „Portalpraxisklinik“ für den pädiatrischen Bereich werden, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) gestern nach einem Gespräch mit der Bürgerinitiative. Geplant sei eine vorstationäre Versorgung mit zehn Betten. Nach der Aufnahme der kleinen Patienten werde entschieden, ob sie zur Weiterbehandlung in Wolgast bleiben, in eine spezialisierte Klinik müssen oder zurück zum Hausarzt überwiesen werden können. Diese Station soll nach dem Willen von Glawe zum 1. Juni, dem Kindertag, öffnen.

 

OZ-Bild

Nach den Protesten: Minister Harry Glawe hat gestern erklärt, dass Wolgast wieder eine Kinderstation erhält.

Quelle: Foto: Hannes Ewert

Der Vorstand der Bürgerinitiative, die sich für die Wiedereröffnung der vor einem Jahr geschlossenen Kinderstation einsetzt, zeigte sich zufrieden. Sprecherin Anke Kieser sprach von einem Erfolg. Der Kompromiss ist noch nicht sicher. Krankenhausleitung und Krankenkassen müssten sich jetzt zusammensetzen und über die genauen Fallpauschalen verhandeln, sagte Glawe. Laut Minister würden im Krankenhaus künftig vier bis fünf Kinderärzte arbeiten. Hinzu kämen Krankenschwestern. Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf etwa eine knappe Million Euro pro Jahr. Fehlbeträge, die in der Anlaufphase anfallen, würden durch die Kassen ausgeglichen, so Glawe weiter. Über drei Jahre soll das Modell wissenschaftlich begleitet werden.

Die Stationen für Kinder und Frauen waren vor einem Jahr geschlossen worden. Die Bürgerinitiative hatte nach der Schließung der Stationen knapp 20 000 Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt, war aber im Landtag an der damaligen SPD/CDU-Mehrheit gescheitert. Der Vorstand der Bürgerinitiative will die Pläne am 23. Februar der Bevölkerung vorstellen.

M. Rathke/St. Adler

OZ

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