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Wulschners Megatrip ans Mittelmeer

Groß Viegeln Wulschners Megatrip ans Mittelmeer

Neun Pferde, drei Turniere, ein bisschen Urlaub und vor allem jede Menge Reisekilometer: Für Springreiter Holger Wulschner begann gestern Abend das Abenteuer Spanien.

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Streicheleinheiten vor der Abreise: Holger Wulschner (52) mit einem seiner Pferde.

Groß Viegeln. Neun Pferde, drei Turniere, ein bisschen Urlaub und vor allem jede Menge Reisekilometer: Für Springreiter Holger Wulschner begann gestern Abend das Abenteuer Spanien.

OZ-Bild

Neun Pferde, drei Turniere, ein bisschen Urlaub und vor allem jede Menge Reisekilometer: Für Springreiter Holger Wulschner begann gestern Abend das Abenteuer Spanien.

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Zum dritten Mal bereitet der 52-Jährige aus Groß Viegeln bei Güstrow seine Pferde bei der Mediterranean Equestrian Tour im Küstenort Oliva nahe Valencia auf die grüne Saison vor. „Endlich können wir mal für ein paar Wochen dem Winter entkommen“, freut sich der Nationenpreis-Reiter auf den Megatrip an die spanische Mittelmeerküste. „Das ist unser Jahresurlaub“, sagt Ehefrau Astrid, die ihren Mann nach Spanien begleitet.

Die vom Hamburger Unternehmer Herbert Ulonska organisierte Turnierserie beginnt für die Wulschners am kommenden Dienstag. Drei Wochen will das Paar mit seinen neun Pferden im milden Mittelmeerklima arbeiten. „In erster Linie sollen die jungen Pferde weiterkommen, die älteren will ich für die Freiluft-Saison in Form bringen“, erklärt der Mecklenburger, der für die Teilnahme an den Springen mehr als 5000 Kilometer im eigenen Lkw zurücklegt.

Der Truck mit dem Material — vor allem Futter und Einstreu für die Pferde — ist schon einen Tag früher in den rund 2600 Kilometer entfernten Küstenort zwischen Valencia und Alicante gestartet. Am späten Abend setzt sich gestern dann Holger Wulschner ans Steuer seines 500 PS starken Horse Trucks, um sich, seine Frau und die neun Pferde sicher von seinem idyllischen Reiterhof nahe Rostock ans Ziel in Spanien zu bringen. Eigentlich sollten zehn Tiere die Reise antreten, aber eins hat Wulschner am Abreisetag noch verkauft.

Fast 19 Meter lang und 38 Tonnen schwer ist das rund 400000 Euro teure Gespann aus Lkw und Anhänger. „Unterwegs legen wir zwei Stopps ein — in der Nähe von Heidelberg und in Südfrankreich nahe Bordeaux“, erklärt der Mecklenburger. Dort bekommen die Pferde Auslauf, werden medizinisch gecheckt und schlafen in eigens angemieteten Boxen. Ehepaar Wulschner logiert derweil in einer der beiden komplett ausgestatteten „Wohnungen“ im Lkw. „Das ist schon sehr komfortabel, wir haben dort alles, was wir brauchen“, sagt Astrid Wulschner, die sich die vielen Stunden am Steuer mit ihrem Mann teilt: „Wir fahren überwiegend nachts, weil wir dann schneller vorankommen.“

Die drei Wochen in Spanien sehe er „auch immer ein bisschen als Urlaub“, erklärt Wulschner, der im vergangenen Jahr sogar 13 Pferde mit nach Oliva genommen hatte. „Dieses Mal sind es nur neun, dadurch haben wir mehr Freizeit.“ Und die nutzen sie gerne, um mit den edlen Turnierpferden am Strand der Costa del Azahar auszureiten. „Abends grillen wir mit den anderen Reitern oder treffen uns, um gemeinsam zu essen“, erzählt Astrid Wulschner, die aus dem Holsteinischen stammt und seit fast fünf Jahren mit dem Wahl-Mecklenburger aus Brandenburg verheiratet ist. Bei aller Urlaubsstimmung soll beim Abenteuer Spanien aber auch die wirtschaftliche Bilanz stimmen. „Ich muss schließlich meine Kosten decken“, sagt der Nationenpreis-Reiter und selbstständige Unternehmer, der den dreiwöchigen Trip mit rund 23000 Euro Kosten kalkuliert hat. Viel Geld, das durch Preisgelder wieder in die Kasse kommen soll.

Sieger im Deutschen Derby

Holger Wulschner wurde am 8. Dezember 1963 in Wriezen bei Frankfurt/Oder geboren. Er wohnt in Passin bei Güstrow.

Seine größten Erfolge: Sieg im deutschen Springderby 2000, Riders-Tour-Sieger 2014, Siege bei den Großen Preisen von Hickstead, Linz, Hamburg, Rotterdam, Neustadt-Dosse, Mannheim, Nörten-Hardenberg und Neumünster; Sieg im Nationenpreis Hickstead,

2. Platz Nationenpreis Washington, Deutscher Vizemeister 1999.

Von Sönke Fröbe

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