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MV aktuell Zahl seit 2012 verdoppelt: 74000 Ausländer leben in MV
Nachrichten MV aktuell Zahl seit 2012 verdoppelt: 74000 Ausländer leben in MV
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00:00 06.12.2017
Schwerin

. Die Berufung einer Landesintegrationsbeauftragten hat sich nach Einschätzung der zuständigen Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) als richtig und notwendig erwiesen. Die Integration von ausländischen Mitbürgern sei ein laufender Prozess und bedürfe eines offenen Klimas in der Gesellschaft. In der Funktion der Integrationsbeauftragten habe sich Dagmar Kaselitz in ihrer bislang einjährigen Amtszeit als „wichtiger Brückenbauer zwischen Haupt- und Ehrenamt“ erwiesen, betonte Drese gestern in Schwerin.

Ihren Angaben zufolge hat sich die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Ausländer seit 2012 mehr als verdoppelt. Von den Ende Oktober 2017 im Nordosten registrierten 73 700 Ausländern seien knapp 30 Prozent Flüchtlinge gewesen. Das Integrationskonzept des Landes werde an die neuen Herausforderungen angepasst und mit allen Betroffenen beraten: „Wir wollen ein langfristig wirkendes Konzept und keinen Schnellschuss“, erklärte Drese.

Als Reaktion auf die gewachsene Zahl von Flüchtlingen hatte die SPD/CDU-Landesregierung im Vorjahr Kaselitz als Integrationsbeauftragte eingesetzt. Sie unterstützt Hilfsorganisationen und hält Verbindung zu Kommunen und Kreisen. „Ich bin im ersten Jahr viel unterwegs gewesen, habe 281 Termine wahrgenommen, ein Netzwerk geknüpft“, sagte die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete. Die Hilfsbereitschaft in den Gemeinden sei weiterhin groß, äußere sich inzwischen aber mehr in individueller Betreuung. Für 2018 kündigte Kaselitz eine Integrationskonferenz an. Zudem wolle sie sich stärker um die Situation in größeren Städten und um die Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften kümmern.

Frank Pfaff

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