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Zensus: Weniger Menschen in MV als angenommen

Schwerin Zensus: Weniger Menschen in MV als angenommen

Die Statistiker haben festgestellt, dass im Nordosten nur 1,61 Millionen Menschen leben – fast 30 000 weniger als bislang errechnet.

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In Mecklenburg-Vorpommern leben weniger Menschen als angenommen. Foto: A. Burgi

Schwerin. Das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern, hat noch weniger Einwohner als bisher angenommen. Die erste gesamtdeutsche Volkszählung zum Zensus 2011 ergab für den Nordosten 1 609 982 Bewohner, wie das Statistische Amt am Freitag in Schwerin mitteilte. Das waren 27 835 Menschen oder 1,7 Prozent der Bevölkerung weniger, als bislang durch Fortschreiben der Daten seit der letzten DDR-Volkszählung von 1981 ermittelt worden waren. In Mecklenburg-Vorpommern leben nur zwei Prozent der Deutschen. Je Quadratkilometer zählt das Land zwischen Elbe und Ostsee lediglich 69 Menschen, der Bundesdurchschnitt liegt bei 225 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Der jetzt festgestellte Minderbetrag der Bewohner im Nordosten werde finanzielle und politische Folgen für das Land und die Kommunen haben, erklärte Zensus-Projektleiter Reinhard Jonas. Zuweisungen aus dem Länderfinanzausgleich, Geld für die Kommunen, Vergütungen für Bürgermeister würden ebenso von der Einwohnerzahl abhängen wie die Einteilung der Bundestagswahlkreise oder die Stimmenverteilung im Bundesrat. Zugleich seien die aktuellen Bevölkerungszahlen Basis für die Planung der Infrastruktur, etwa ob eher Kindergärten, Schulen oder Altersheime benötigt würden, hieß es.

Letzteres scheint zumindest künftig für Mecklenburg-Vorpommern der Fall zu sein. 2011 waren im Nordosten nur noch 13,4 Prozent der Menschen jünger als 18 Jahre, während im bundesdeutschen Durchschnitt noch 16,4 Prozent der Einwohner Kinder waren. Demgegenüber waren 22,1 Prozent der Mecklenburger und Vorpommern bereits über 65, im Bundesmittel hingegen nur 20,6 Prozent.

Etwas besser als der Durchschnitt steht der Nordosten in der Schulbildung da. 2011 hatten nur 5,5 Prozent der Bewohner über 15 Jahren noch keinen Schulabschluss, während es bundesweit im Schnitt 6,8 Prozent waren. Niedriger als deutschlandweit lag die Teilhabe am Arbeitsleben. Die Quote der Erwerbstätigen bei den über 15 Jährigen lag im Nordosten bei 61,6 Prozent und damit unter dem Bundesmittel von 64,5 Prozent.

Statistisches Landesamt

dpa

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