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MV aktuell Zeuge: Messerstecher war sehr wechselhaft
Nachrichten MV aktuell Zeuge: Messerstecher war sehr wechselhaft
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00:00 30.01.2018
Hamburg

Das Verhalten des Messerstechers von Hamburg-Barmbek vor der Bluttat haben Zeugen vor Gericht als ambivalent beschrieben. Bei dem Attentat waren ein

50-Jähriger aus Neubrandenburg erstochen und sechs weitere Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

„Er war sehr wechselhaft“, sagte der als Zeuge geladene ehemalige Mitbewohner des Angeklagten gestern vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Mal habe der abgelehnte und damit ausreisepflichtige Asylbewerber Ahmad A. von der Freiheit in Deutschland geschwärmt, sich westlich gekleidet und Drogen konsumiert - dann wieder habe er ein weißes Gewand getragen, sich ganz dem Glauben zugewandt und seine Bekannten als „Hunde“ beschimpft. „Ich glaube, er war psychisch am Boden, weil er keine Perspektive hatte“, sagte der 42-Jährige.

Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt, dass die Tat islamistisch motiviert war. Sie wirft dem Palästinenser Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Es sei dem jungen Mann darauf angekommen, möglichst viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens zu töten. Dahinter habe seine Überzeugung gestanden, dass Muslime weltweit unterdrückt würden.

Der Angeklagte, der in dem Verfahren bislang teilnahmslos wirkte und keine Reue zeigte, hatte zu Prozessbeginn vor gut zwei Wochen gestanden, am 28. Juli in einer Edeka-Filiale und auf der Einkaufsstraße „Fuhle“ in Hamburg-Barmbek Menschen angegriffen zu haben. Der 26-Jährige sitzt seit dem Tattag in Untersuchungshaft.

OZ

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