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MV aktuell Zuschuss für Schiffbau-Personal
Nachrichten MV aktuell Zuschuss für Schiffbau-Personal
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00:00 22.03.2017
Schwerin

. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin hat den Startschuss für eine Qualifizierungsoffensive im Schiffbau gegeben, der nach Jahren permanenten Personalabbaus nun dringend Fachkräfte benötigt. Grund für die Trendumkehr ist die Übernahme der MV-Werften durch die malaysische Genting-Gruppe, die für 3,5 Milliarden Euro in Wismar, Rostock und Stralsund Passagierschiffe bauen will. Dafür soll die Belegschaft auf 3000 Mitarbeiter verdoppelt werden. „Die maritime Wirtschaft ist wieder ein Zweig von strategischer Bedeutung. Die Zeichen stehen auf Wachstum“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern in Schwerin bei der Vorstellung der neuen Förderrichtlinie, die Anfang des Sommers in Kraft treten soll.

Demnach wird für Qualifizierungsprojekte von Unternehmen erstmals eine 50-prozentige staatliche Förderung möglich. Neben Werften und maritimen Zulieferern sollen aber auch Firmen des verarbeitenden Gewerbes und Teile des Handwerks davon profitieren, betonte Glawe. „Wir brauchen überall Fachkräfte, die auf dem neuesten Stand sind und so die künftigen Aufgaben meistern können“, sagte der Minister. Das Qualifizierungsprogramm solle aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur erfolgen. Zum Gesamtumfang der Förderung wollte sich Glawe nicht festlegen, sprach aber von 300 000 bis 700000 Euro im Jahr. Flankiert werden die Bemühungen des Landes von der Bundesagentur für Arbeit. Wie Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Direktion Nord sagte, können Firmen mit weniger als 250 Beschäftigten Qualifizierungshilfen für ihre Mitarbeiter bekommen. Davon könnten unter anderem maritime Zulieferer profitieren, die gering qualifizierte und ältere Beschäftigte zu Lehrgängen schicken. „Es stehen ausreichend Mittel zur Verfügung“ betonte Haupt-Koopmann und nannte eine Gesamtsumme von zehn Millionen Euro für das Land.

Staatliche Hilfe bekommen kleine und mittlere Unternehmen bei der Übernahme junger Hoch- und Fachschulabsolventen. Über zwei Jahre schießt das Land bei Neueinstellungen maximal 45 000 Euro zu. „Das sind Starterleichterungen für Firmen, die sich aus Kostengründen schwertun, junge Akademiker einzustellen, und für Berufseinsteiger, um im Job Fuß zu fassen“, sagte Glawe.

OZ

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