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00:00 02.04.2014
Das Typenhaus EW 58 war in der DDR sehr beliebt. Heute sind viele Bauten wie in Leezen modernisiert. Quelle: Jens Büttner
Wendorf

Himmel und Hölle setzte der DDR-Bürger in Bewegung, um seinen Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen. Baugenehmigung und Grundstück waren dabei das Geringste.

Spannend wurde es bei der Beschaffung des Materials: Auspuffanlage für den Trabi gegen Zement gegen Ananas-Konserven gegen Dachpfannen, so konnte es gehen. Ton Matton, Stadtplaner aus Rotterdam, hat diese Geschichten zuhauf gehört, als er vor gut zehn Jahren nach Mecklenburg zog. Meist ging es um EW 58, das am häufigsten gebaute Einfamilienhaus der DDR. „Die Leute sind stolz auf ihr EW 58.

Schade, dass nach der Wende damit Schluss war.“

Das EW 58 ist unverkennbar, obgleich es vielfältig daherkommt. Kaum eines der Typenhäuser gleicht dem anderen. Gemeinsam sind ihnen der fast quadratische Grundriss und das steile Dach mit der leicht ausgestellten Traufe. Rund 500 000 Mal wurde es zwischen 1958 und 1989 in der DDR gebaut, wie Matton recherchierte. Anlass war ein Wettbewerb der niederländischen Stadt Almere bei Amsterdam vor sechs Jahren. Matton fand das Motto „Das einfache Haus“ unglücklich. „Das Leben ist heutzutage nicht einfach, es ist sehr komplex, und die Anforderungen an Häuser sind es auch.“ Aus Protest reichte er das EW 58 ein.

Der Jury gefiel die Idee. Sie kürte Matton 2008 zu einem von acht Gewinnern. Der Preis: ein 300-Quadratmeter-

Grundstück in Almere. Im Mai soll das EW 58 seine Wiedergeburt in Holland feiern.



OZ

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