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Nachrichten Matthias von Hülsen: „Saison stand unter einem glücklichen Stern“
Nachrichten Matthias von Hülsen: „Saison stand unter einem glücklichen Stern“
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00:00 14.09.2013
Schwerin

Mit der 24. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern geht heute eine Ära zu Ende. Festivalgründer Matthias von Hülsen übergibt die Intendanz nach insgesamt 17 Jahren an der Spitze seinem Nachfolger Markus Fein. Auch der Künstlerische Direktor Daniel Hope beendet sein Engagement in Schwerin.

Die Bilanz der aktuellen Festivalsaison kann sich sehen lassen. Zu den 117 Veranstaltungen kamen 67 000 Besucher. 1000 mehr als im Vorjahr. Obwohl 2012 insgesamt 125 Konzerte organisiert worden sind. Heute beendet der Preisträger in Residence, Matthias Schorn (30), die Saison in der Wismarer Georgenkirche gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie unter Leitung von Lawrence Foster, mit einem Programm von Beethoven über Motschmann bis Mendelssohn-Bartholdy.

Die Klassikreihe festigte mit einer Auslastung von 88 Prozent im 24. Jahr ihre Stellung als eines der führenden Klassikfestivals in Deutschland. Sprecherin Ilka von Bodungen sagte, dass in diesem Sommer auch das grandiose Wetter eine Rolle gespielt habe: „Es war immer gut, wenn wir es brauchten. So war das Kleine Fest im großen Park in Ludwigslust das beste, das wir je hatten. Beide Tage waren komplett ausverkauft.“ Auch das Open Air im Park von Schloss Bothmer in Klütz (Nordwestmecklenburg) sei so voll gewesen wie lange nicht mehr.

Der scheidende Intendant zieht ebenfalls eine positive Bilanz für die Reihe, die von Kammerkonzerten mit Nachwuchstalenten bis zum ersten Gastspiel der Wiener Philharmoniker vor 3000 Zuhörern im Landgestüt Redefin eine Riesenbandbreite bewies. Der Kinderarzt, der die Festspiele 1990 gemeinsam mit Justus Frantz gründete, sagte: „Es war die letzte Festspielsaison, die ich zu verantworten hatte und zusammen mit Daniel Hope gestalten konnte. Sie stand unter einem besonders glücklichen Stern. Der geniale Klarinettist und Vollblutmusikant Matthias Schorn hat unser Festspielland als Preisträger in Residence gerockt. Ob als Solist, Dirigent, Kammer- oder Volksmusiker, er hat uns alle mit seiner Virtuosität und seinem alpenländischen Charme in Begeisterung versetzt. Ich danke allen, die zum Erfolg dieser fulminanten Saison und der Festspiele beigetragen haben und es auch weiter tun werden. Für die kommende Saison unter meinem Nachfolger Dr. Markus Fein kann ich Ihnen versprechen, dass er absolut grandiose Pfeile in seinem Programmköcher bereithält.“

Der Musikwissenschaftler Markus Fein (42), der zehn Jahre Künstlerischer Leiter der Sommerlichen Musiktage Hitzacker, fünf Jahre Intendant der Niedersächsischen Musiktage und zuletzt Leiter für Programmplanung und Dramaturgie bei den Berliner Philharmonikern war, tritt sein Amt am 1. Januar 2014 an. Er war während der Saison bei zahlreichen Konzerten zu sehen und hat die kommende Saison bereits geplant.

OZ

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