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Medien „Super Duper Alice Cooper“: Arte zeigt Doku über Erfinder des Schockrock
Nachrichten Medien „Super Duper Alice Cooper“: Arte zeigt Doku über Erfinder des Schockrock
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10:29 10.10.2018
Der König des Kunstbluts: Schock-Rocker Alice Cooper Quelle: Georgios Kefalas/dpa
Berlin

Alice Cooper gilt als lebende Legende. Schauriges Make-up, Kunstblut und extravagante Kostüme prägen seit den 70ern seine verrückten Bühnenauftritte, in denen er schon mal Baby-Puppen köpfte oder seine eigene Hinrichtung simulierte. Mit aufwendig inszenierten Horrorshows wurde der als Vincent Damon Furnier geborene Musiker zum Erfinder des Schockrock, ohne den Ozzy Osbourne oder Marilyn Manson undenkbar wären.

Doku „Super Duper Alice Cooper“ auf Arte

Der spektakuläre Werdegang dieses einflussreichen Künstlers lässt sich an diesem Freitag im Fernsehen bestaunen, wenn Arte (21.55 Uhr) das dokumentarische Porträt „Super Duper Alice Cooper“ ausstrahlt, bei dem gleich drei Männer Regie führten. Reginald Harkema, Sam Dunn und Scot McFadyen zeichnen Coopers Entwicklung vom unbedarften Beatles-Imitator zur Grusel-Ikone nach, halten sich dabei aber an gängige Muster. Dramaturgisch spannt der Film einen konventionellen Bogen mit den typischen Höhe- und Tiefpunkten, für die das Leben des Rockstars dankenswerterweise selbst sorgt.

Vincent Furnier nimmt zunächst mit Freunden an Talentshows teil. Später spielt die Truppe Coverversionen von Rolling-Stones-Stücken, ehe sie nach einigen Umbesetzungen und Umbenennungen ab 1968 unter dem Bandnamen „Alice Cooper“ aufritt und schließlich einen Plattenvertrag erhält. Doch der musikalische Erfolg bleibt ihnen anfangs verwehrt. Um auf sich aufmerksam zu machen, brechen sie auf der Bühne mit allen Konventionen. Vincent Furniers Kreativität kennt keine Grenzen. Er integriert alles in die Shows, was ihm in die Hand fällt – Besen, Wassermelone, Boa-Schlangen. Die Auftritte werden immer wilder, die Partys immer ausschweifender.

Theatralik und krasse Provokation

Als die Band 1974 auseinanderfällt, wird Alice Cooper zu Vincents Alter Ego. Fortan tritt er unter diesem Namen als Solokünstler auf, ständig auf der Suche nach theatralischer Überbietung und noch krasseren Provokationen. „Ich hatte einen moralischen Kompass. Es gab Dinge, die ich nicht machen würde. Vielleicht erfand ich Alice, um diese Dinge zu tun“, sagt er in einem der Interviewauszügen. Es ist die Wandlung von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde, ein Motiv, das sich durch die Dokumentation zieht. Die Regisseure setzen dabei wiederholt auf Szenen aus der gleichnamigen Literaturverfilmung mit John Barrymore. Vincent verliert sich zunehmend in seiner Bühnenfigur, schließlich auch im Alkohol, der ihn tief fallen lässt. Nach einer Entzugstherapie, einer neuen Sucht und mehreren Rückfällen gelingt ihm schließlich der Absprung. Seine Rückkehr auf die Bühne feiert der Rocker 1986 mit einem Konzert, das auf MTV live ausgestrahlt wird.

„Super Duper Alice Cooper“ ist große Unterhaltung, auch wenn die Musik ein wenig zu kurz kommt. Die Macher konzentrieren sich überwiegend auf die biografischen Stationen, die anhand von Archivmaterial, Animationen, Videoclip-Fragmenten und Konzertausschnitten veranschaulicht werden. Die vielen bunten Bilder collagiert das Regie-Trio mit hohem Tempo und Gespür für visuelle Effekte. Zwischendurch kommen Wegbegleiter zu Wort, die jedoch nie in die Kamera sprechen, sondern immer aus dem Off zu hören sind. Kritische Kommentare bleiben größtenteils aus. Das Porträt ist eine Huldigung in Form einer Rock-Opera – bombastisch, fröhlich, verführerisch.

Von RND / dpa

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