Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Panorama Affäre um Pornostar: Prozess gegen Trump-Anwalt ausgesetzt
Nachrichten Panorama Affäre um Pornostar: Prozess gegen Trump-Anwalt ausgesetzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:08 28.04.2018
Michael Cohen, Anwalt von US-Präsident Trump, verlässt das Bundesgericht in New York. Quelle: Seth Wenig/ap
Anzeige
Los Angeles

In der Affäre um Pornostar Stormy Daniels ist der Prozess gegen den Anwalt von US-Präsident Donald Trump vorerst auf Eis gelegt worden.

Ein Bundesgericht in Kalifornien stoppte die Gerichtsverhandlung gegen Michael Cohen am Freitag (Ortszeit) zunächst für 90 Tage, wie US-Medien berichteten.

Als Begründung nannte Richter James Otero die parallel laufenden strafrechtlichen Ermittlungen gegen Trump-Anwalt Cohen. Die „einzigartigen Umstände“ des Falles rechtfertigten eine Unterbrechung. „Das sind keine einfachen strafrechtlichen Ermittlungen. Es handelt sich um Ermittlungen gegen den persönlichen Anwalt eines amtierenden Präsidenten“, so der Richter.

In dem Fall geht es um eine mutmaßlich Affäre Trumps mit Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt. Der Präsident dementierte eine Beziehung. Trumps Anwalt Cohen sagte, er habe kurz vor der Präsidentenwahl 2016 Clifford aus eigener Tasche 130.000 US-Dollar (rund 110.000 Euro) gezahlt. Das Geld soll dazu gedient haben, sie zum Schweigen zu bringen.

Am 9. April durchsuchte die US-Bundespolizei FBI das Büro und die Wohnung Cohens in New York. Dabei beschlagnahmten Beamte E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittener Zahlung.

Cohen hatte am Mittwoch angegeben, in dem Prozess von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen zu wollen. In einer Erklärung berief er sich dabei auf den 5. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, nach dem sich niemand in einer Untersuchung selbst belasten muss.

Cliffords Anwalt Michael Avenatti teilte im Kurznachrichtendienst Twitter mit, seine Klientin werde Einspruch gegen die Aussetzung des Prozesses einlegen.

dpa

Mehr zum Thema

Die Zeitung „Cumhuriyet“ ist der türkischen Regierung schon lange ein Dorn im Auge. Nun werden zahlreiche Mitarbeiter zu harten Strafen verurteilt. Die Journalisten geben sich trotzdem kämpferisch.

30.04.2018

Die Zeitung „Cumhuriyet“ ist der türkischen Regierung schon lange ein Dorn im Auge. Nun werden führende Mitarbeiter zu harten Strafen verurteilt. Was kann, was darf Journalismus in der Türkei noch?

30.04.2018

Drei Tage haben Beate Zschäpes Verteidiger plädiert. Sie fordern zwar eine lange Haftstrafe für ihre Mandantin - aber nicht wegen Mordes.

30.04.2018

Ein Güterzug ist auf dem Weg an die Nordsee in München entgleist. Der Unfall verursachte nach Angaben der Bundespolizei in der Nacht zu Samstag einen Millionenschaden, verletzt wurde niemand.

28.04.2018

Sein Schicksal bewegte Menschen weit über Großbritannien hinaus: Alfie wurde nur 23 Monate alt. Der Umgang mit seiner tödlichen Krankheit trieb einen Keil zwischen seine Eltern und die Ärzte.

28.04.2018

Im Dezember musste Bushido wegen gesundheitlicher Gründe seine Tour verschieben. Sie findet jetzt doch nicht statt. Doch der deutsche Rapper hat versprochen, sich zu revanchieren.

01.05.2018
Anzeige