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Panorama Auf dem Weg in den Kreißsaal geblitzt – Polizei verzichtet auf Strafe
Nachrichten Panorama Auf dem Weg in den Kreißsaal geblitzt – Polizei verzichtet auf Strafe
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19:05 07.11.2018
Auf dem Weg zur Entbindung wurde ein Paar in München geblitzt. Die Beamten erließen die Strafe. Quelle: dpa/Symbolbild
München

Mit 14 km/h zu viel wurde ein Mann in der Münchener Innenstadt geblitzt. Doch die bayerische Polizei zeigte Herz, die Strafe wurde erlassen. Der Grund: Der Mann hatte seine hochschwangere Frau auf der Rückbank und war auf dem Weg ins Krankenhaus.

Um 2.14 Uhr wurde der werdende Vater am Berliner Ring geblitzt. Seine Tochter kam 13 Minuten später im Münchener Viertel Gern in einem Krankenhaus zur Welt. Hätte sich das Paar an das Tempolimit gehalten, hätten sie es nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft. „Laut Navi wären wir um 2.28 Uhr im Krankenhaus gewesen“, schreibt die frischgebackene Mutter bei Twitter.

Den Bußgeldbescheid der Polizei beantwortete der Mann laut „BR 24“ mit einem Schreiben der Klinik, die den Geburtszeitpunkt der Tochter noch einmal bestätigte. „Auch die Polizei findet, dass es akut ist, wenn man um 2.14 Uhr am Frankfurter Ring geblitzt wird und das Baby um 2.27 Uhr in Gern auf die Welt kommt“, schreibt die junge Mutter bei Twitter unter ein Foto, das die Einstellung des Ermittlungsverfahrens dokumentiert.

Paar hätte Rettungswagen rufen sollen

„Es war eine absolute Einzelfallentscheidung“, so ein Sprecher des bayerischen Polizeiverwaltungsamtes in Straubing zu „BR 24“. „In einer solchen Notsituation sollte eigentlich immer ein Rettungswagen alarmiert werden.“ Die Polizei drückte beide Augen zu und gratulierte dem Paar zur Geburt der Tochter.

Von RND/mat

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