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Babyfund in Koffer: Mutter bestreitet Tötungsvorsatz

Prozess in Hannover Babyfund in Koffer: Mutter bestreitet Tötungsvorsatz

Horrorfund in Hannover: In einer Abstellkammer entdeckten Polizisten einen lebenden und einen toten Säugling. Die Mutter soll das eine Kind kaum versorgt haben. Das andere könnte tot zur Welt gekommen sein. Jetzt kommt die 22-Jährige vor Gericht.

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Der Prozess findet vor dem Landgericht Hannover statt.

Quelle: Hauke-Christian Dittrich

Hannover. Die nach dem Fund ihres lebenden Neugeborenen in einem Koffer in Hannover angeklagte Mutter hat im Prozess jeden Tötungsvorsatz bestritten.

„Ich war mir damals sicher, dass das Leben meines Babys nicht bedroht war“, erklärte die 22-Jährige in einer von ihrem Verteidiger verlesenen Erklärung. Sie habe zu keinem Zeitpunkt in Kauf genommen, dass ihre Tochter sterben oder ihr etwas passieren könne. Sie habe in dem in ihrer Wohnung gefundenen Koffer für ausreichend Wärme und Belüftung gesorgt. „Es tut mir unendlich leid, wie ich mich anlässlich der Geburt meiner Tochter verhalten habe“, ließ die Frau erklären.

Die junge Frau ist unter anderem wegen versuchten Totschlags angeklagt, weil sie laut Staatsanwaltschaft den Tod des Babys billigend in Kauf nahm. Ihr Freund hatte Ende September in der Abstellkammer der gemeinsamen Wohnung den Koffer entdeckt. Darin befanden sich ein wenige Tage altes lebendes Mädchen und eine skelettierte Babyleiche. Im Fall des toten Säuglings wurden die Ermittlungen eingestellt, weil nicht mehr zu klären war, ob das Baby im Januar 2015 tot zur Welt kam. Zu Prozessbeginn stand im Gericht als Beweismittel auch der Koffer, in dem die Kinder gefunden wurden.

dpa

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