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Barbara Becker: Diskussion über Rassismus wichtig

Beleidigung gegen Sohn Noah Barbara Becker: Diskussion über Rassismus wichtig

Ihr Sohn Noah wurde von einem AfD-Politiker wegen seiner dunklen Hautfarbe beschimpft. Dass solche rassistischen Beleidigungen in Deutschland geächtet werden, gefällt der Ex-Frau von Tennisstar Boris Becker. In den USA kämen sie dagegen aus dem Weißen Haus.

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Becker hält die Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns für wichtig.

Quelle: Henning Kaiser

Hannover. Designerin Barbara Becker (51) hält die gesellschaftliche Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns Noah (23) für „wahnsinnig wichtig“.

Die Ex-Frau von Tennislegende Boris Becker sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Es geht nicht nur ums Schwarzsein, sondern ums Anderssein. Dass man sich einfach als Menschen annimmt und sich wirklich nur als Menschen sieht und sonst nichts.“

In einem Tweet über den Account des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier war Noah Becker als „Halbneger“ beleidigt worden. Es habe sie gefreut, dass anschließend so viele Menschen aufgestanden seien und darauf empört reagiert hätten wie etwa Schauspieler Til Schweiger, sagte die 51-Jährige nun.

Becker wollte am Samstag auf der Messe „Domotex“ in Hannover ihre neue Wohnwelten-Kollektion b.b. home passion vorstellen. Inspiriert hätten sie diesmal ihre eigenen Wurzeln: Laut einem DNA-Test stammen ihre Vorfahren aus Afrika, dem deutschsprachigen Raum und Schottland.

Becker lebt in Miami und kommt etwa alle zwei Monate für eine Woche nach Deutschland, um zu arbeiten und ihren Sohn und ihre Mutter in Berlin zu sehen. Noah Becker, der als DJ und Maler arbeitet, hatte in einem Interview gesagt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine „weiße Stadt“. Daraufhin wurde er via Twitter massiv beleidigt. Der 23-Jährige will juristisch gegen den AfD-Politiker vorgehen.

Seine Mutter sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ich kenne keinen Schwarzen auf der ganzen Welt, der nicht schon mal mit Rassismus zu tun hatte - sei es ein berühmter Popstar, weltbekannter Schauspieler oder irgendjemand von der Straße.“ Nach ihrem Eindruck sei Deutschland ein sehr waches Land, wo solche Beleidigungen nicht geduldet werden. „Ich habe den direkten Vergleich, was in Washington aus dem Oval Office kommt.“ US-Präsident Donald Trump soll in einem Gespräch mit Senatoren etwa gefragt haben, warum so viele Menschen aus „Dreckslöchern“ in die USA kommen. Dabei ging es um Einwanderer aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern.

Barbara Becker wurde in Heidelberg geboren und wuchs als Tochter eines US-amerikanischen Fotografen und einer deutschen Lehrerin auf. Mit Boris Becker, mit dem sie von 1993 bis 2001 verheiratet war, hat sie die gemeinsamen Söhne Noah (23) und Elias (18).

dpa

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