Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Panorama Barbara Becker: Diskussion über Rassismus wichtig
Nachrichten Panorama Barbara Becker: Diskussion über Rassismus wichtig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:32 13.01.2018
Becker hält die Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns für wichtig. Quelle: Henning Kaiser
Anzeige
Hannover

Designerin Barbara Becker (51) hält die gesellschaftliche Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns Noah (23) für „wahnsinnig wichtig“.

Die Ex-Frau von Tennislegende Boris Becker sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Es geht nicht nur ums Schwarzsein, sondern ums Anderssein. Dass man sich einfach als Menschen annimmt und sich wirklich nur als Menschen sieht und sonst nichts.“

In einem Tweet über den Account des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier war Noah Becker als „Halbneger“ beleidigt worden. Es habe sie gefreut, dass anschließend so viele Menschen aufgestanden seien und darauf empört reagiert hätten wie etwa Schauspieler Til Schweiger, sagte die 51-Jährige nun.

Becker wollte am Samstag auf der Messe „Domotex“ in Hannover ihre neue Wohnwelten-Kollektion b.b. home passion vorstellen. Inspiriert hätten sie diesmal ihre eigenen Wurzeln: Laut einem DNA-Test stammen ihre Vorfahren aus Afrika, dem deutschsprachigen Raum und Schottland.

Becker lebt in Miami und kommt etwa alle zwei Monate für eine Woche nach Deutschland, um zu arbeiten und ihren Sohn und ihre Mutter in Berlin zu sehen. Noah Becker, der als DJ und Maler arbeitet, hatte in einem Interview gesagt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine „weiße Stadt“. Daraufhin wurde er via Twitter massiv beleidigt. Der 23-Jährige will juristisch gegen den AfD-Politiker vorgehen.

Seine Mutter sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ich kenne keinen Schwarzen auf der ganzen Welt, der nicht schon mal mit Rassismus zu tun hatte - sei es ein berühmter Popstar, weltbekannter Schauspieler oder irgendjemand von der Straße.“ Nach ihrem Eindruck sei Deutschland ein sehr waches Land, wo solche Beleidigungen nicht geduldet werden. „Ich habe den direkten Vergleich, was in Washington aus dem Oval Office kommt.“ US-Präsident Donald Trump soll in einem Gespräch mit Senatoren etwa gefragt haben, warum so viele Menschen aus „Dreckslöchern“ in die USA kommen. Dabei ging es um Einwanderer aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern.

Barbara Becker wurde in Heidelberg geboren und wuchs als Tochter eines US-amerikanischen Fotografen und einer deutschen Lehrerin auf. Mit Boris Becker, mit dem sie von 1993 bis 2001 verheiratet war, hat sie die gemeinsamen Söhne Noah (23) und Elias (18).

dpa

Der seit früher Kindheit an Herzschwäche leidende Portugiese durfte nach einer Herztransplantation wieder nach Hause. Vielleicht kann er jetzt sogar beim Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) dabei sein.

13.01.2018

Schwerer Verdacht: Ausgerechnet ein Polizist aus München soll sich Anfang Juli 2017 an den G-20-Krawallen in Hamburg beteiligt haben. Gegen den Beamten werde wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums München.

13.01.2018
Panorama Unterwegs mit einem S-Bahn-Musiker - Unter Drogen

Bernd hat nicht mehr lange zu leben. Schuld ist das Heroin. Macht aber nichts, sagt er. Denn einmal wäre er fast auf seiner Matratze verbrannt, alles, was jetzt kommt, ist Zugabe. Ein Blick in eine verstörende Welt mit einem außergewöhnlichen Straßenbahnmusiker.

12.01.2018
Anzeige