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Bericht: Möglicherweise Anschlagsserie in Frankreich geplant

Sieben Festnahmen Bericht: Möglicherweise Anschlagsserie in Frankreich geplant

Nach der Festnahme von sieben Terror-Verdächtigen sind noch viele Fragen offen - die französischen Behörden halten sich bedeckt. In Straßburg sind Eltern einer Grundschule beunruhigt.

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Seit langer Zeit sei ein terroristischer Anschlag in Frankreich geplant worden, der laut Innenminister Bernard Cazeneuve vom Inlandsgeheimdienst vereitelt worden sei.

Quelle: Etienne Laurent

Paris/Straßburg. Nach der Festnahme von sieben Verdächtigen bei einer französischen Anti-Terror-Fahndung gibt es nach einem Medienbericht Hinweise auf einen Plan für koordinierte Anschläge.

Diese hätten Paris und vielleicht auch Marseille gelten können, berichtete die Tageszeitung „Le Monde“ mit Verweis auf erste Ermittlungsergebnisse. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft äußerte sich zu den Ermittlungen auf Anfrage nicht.

Die sieben Verdächtigen seien weiter in Polizeigewahrsam, hieß es lediglich in Pariser Justizkreisen. Ermittler werteten Dokumente und Datenträger aus, die bei Razzien beschlagnahmt wurden.

Innenminister Bernard Cazeneuve bestätigte bereits am Montag , die Behörden hätten mit den Festnahmen in Straßburg und Marseille am vergangenen Wochenende einen seit Langem vorbereiteten neuen Terrorakt verhindert. Cazeneuve äußerte sich aber nicht zu den möglichen Anschlagsorten.

Sechs der sieben Männer französischer, marokkanischer und afghanischer Nationalität waren nach Angaben von Cazeneuve den Anti-Terror-Behörden unbekannt. Zu einem Marokkaner, der nicht in Frankreich lebte, hatten die Franzosen einen Tipp aus dem Ausland erhalten.

Nach Informationen von „Le Monde“ sollen sich zwei der Verdächtigen in Syrien aufgehalten haben. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge hätten die Männer sich gegenseitig nicht gekannt - in mehreren Medien war die Rede davon, dass die Gruppe möglicherweise von Syrien aus gesteuert worden sei.

Unter den Männern war nach Angaben des Ersten Beigeordneten des Bürgermeisters von Straßburg auch ein 37-Jähriger, der an einer Grundschule der Stadt außerschulische Aktivitäten betreute. In seiner Wohnung seien zwei Pistolen gefunden worden, berichtete der Nachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf die Ermittlungen.

Nahe der Schule im Stadtviertel Meinau äußerten sich Eltern besorgt über die Verhaftung des Mannes. „Ich bin nicht ruhig. Ich möchte sicher sein, dass ich meine Kinder noch in die Schule schicken kann“, sagte eine Mutter nach Angaben dces Regionalsenders „France Bleu Alsace“.

Der Straßburger Bürgermeister Roland Ries hatte bereits am Montag betont, dass der Terrorplan nach seinen Informationen nicht dem traditionellen Weihnachtsmarkt der Stadt galt, der am Freitag öffnen soll.

Frankreich wird seit knapp zwei Jahren von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert. Im Land gilt immer noch der Ausnahmestand.

dpa

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