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Blutiges Familiendrama in Nordrhein-Westfalen

Nach Ehestreit Blutiges Familiendrama in Nordrhein-Westfalen

Der grausigen Tat soll ein Ehestreit vorausgegangen sein: In Ostwestfalen ersticht ein Vater zwei seiner Kinder und sich selbst. Das dritte Kind, eine Dreijährige, befindet sich während des Dramas in der Wohnung - und überlebt.

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Ein Polizeibeamter vor dem Haus in Bad Driburg, in dem sich das blutige Drama ereignete.

Quelle: Christian Mathiesen

Bad Driburg. Nach einem Ehestreit hat ein Vater im ostwestfälischen Bad Driburg zwei seiner drei Kinder und sich selbst getötet.

Einsatzkräfte fanden den Mann sowie dessen fünfjährige Tochter und den acht Jahre alten Sohn in der Nacht zum Donnerstag mit tödlichen Stichverletzungen in einer Wohnung, wie ein Polizeisprecher in Bielefeld sagte.

Eine drei Jahre alte Tochter, die während der Tat in der Wohnung war, überlebte. Sie hatte den Polizisten die Tür zur Wohnung von innen geöffnet. Die Ermittler gehen von einem erweiterten Suizid aus. Der 33-Jährige soll mit einem Messer zugestochen haben.

Die Polizei machte keine Angaben, warum es zu der Auseinandersetzung gekommen war. Anwohner informierten die Einsatzkräfte. Der lautstarke Streit hatte sie am späten Mittwochabend aufgeschreckt. Eine Nachbarin berichtete von lang anhaltendem Geschrei und Geheul zuerst im Treppenhaus, später auf dem Hof des Hauses. Die 28 Jahre alte Ehefrau war aus der Wohnung auf den Hof geflohen. Nach dem Eintreffen der Polizei zog sich der Mann mit seinen drei Kindern in die Wohnung zurück und reagierte weder auf Klopfen noch auf Anrufe. „Die Kontaktversuche scheiterten“, sagte der Polizeisprecher.

Schließlich öffnete die dreijährige Tochter die Tür. Die Polizisten fanden den Mann und seine zwei weiteren Kinder tot mit Stichverletzungen. Frau und Tochter wurden in ein Krankenhaus gebracht und psychologisch betreut. Äußerliche Verletzungen hatten die beiden nicht. Die 28-Jährige konnte am Donnerstag erste Angaben zum Tathergang machen, teilte der ermittelende Oberstaatsanwalt Ralf Meyer auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Mit Rücksicht auf ihre psychische Belastung habe die Kripo aber vorerst auf eine ausführliche Vernehmung der Mutter verzichtet, sagte Meyer.

Eine Mordkommission ermittelt, die Spurensuche am Tatort war am Donnerstag abgeschlossen. „Wie viel Zeit zwischen dem Eintreffen der Polizei und dem Öffnen der Tür vergangen war, kann ich noch nicht sagen“, teilte Oberstaatsanwalt Meyer mit. Zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen gebe es aber keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der Beamten.

dpa

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