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Panorama „Bon Anniversaire“: 125 Jahre Eiffelturm
Nachrichten Panorama „Bon Anniversaire“: 125 Jahre Eiffelturm
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00:00 31.03.2014

Eine Nase, so sanft geschwungen wie der Eiffelturm — das ist derzeit Trend bei Chinesinnen — etwa ein Dutzend „Eiffelturm-Nasen“ modelliere er pro Woche, sagte ein chinesischer Schönheitschirurg.

1710 Stufen, 18 000 Bauteile, 2,5 Millionen Nieten, 10 000 Tonnen Gesamtgewicht und zwei Jahre Bauzeit: Der Eiffelturm ist ein Geniestreich, der seit 1991 auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes steht.

Als die Eiserne Dame 1887-1889 gebaut wurde, ahnte niemand, dass sie 125 Jahre später noch immer 324 Meter in den Himmel ragen und jährlich knapp sieben Millionen Besucher anziehen würde. Geplant war der Turm als Eingangsportal zur Weltausstellung 1889, die den 100. Jahrestag der Französischen Revolution markierte.

2007 kam der Eiffelturm neben der Christus-Statue in Rio de Janeiro, der Großen Mauer in China, dem Kolosseum in Rom und dem bayerischen Märchenschloss Neuschwanstein auf eine Liste von Weltwundern der Moderne.

Es waren Mitarbeiter des Architektenbüros von Gustave Eiffel (1832-1923), die die ersten Entwürfe anfertigten. Darauf wirkte der Turm wie ein überdimensionierter Strommast — eher ein technisches Bauwerk als eines, das ästhetischen Ansprüchen genügen sollte. Gefälliger wurde sein Anblick erst, als das erste Geschoss seine markante Bogenform erhielt.

Die Bauarbeiten waren von heftigen Protesten begleitet: „Wir Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Architekten und leidenschaftliche Liebhaber der bisher unangetasteten Schönheit von Paris protestieren im Namen des verkannten französischen Geschmacks mit aller Kraft gegen die Errichtung des unnötigen und ungeheuerlichen Eiffelturms“, hieß es in einem Appell. Der Turm wurde mit einem „düsteren Fabrikschlot“ und einer „tragischen Straßenlaterne“ verglichen.

Im Laufe der Geschichte leistete der Eiffelturm große Dienste als Wetterstation und Sendemast. Während des 1. Weltkriegs wurden hier deutsche Funksprüche abgefangen.

Die beiden Restaurants, die „Brasserie 58“ auf der ersten Etage und das Restaurant „Jules Verne“ des Spitzenkochs Alain Ducasse auf der zweiten Etage, sind meist über Wochen im Voraus ausgebucht. Weil es so gut wie keinen Kühl- und Lagerraum gibt, werden die Zutaten jeden Morgen frisch in die Höhe transportiert.

25 000 Müllbeutel und Hunderte Liter Putzmittel kommen jährlich zum Einsatz, um den Turm sauber zu halten.

Architekt Gustave Eiffel bestieg den Turm am 31. März 1889 zu Fuß bis zur Spitze und hisste eine riesige französische Flagge — und fast hätte sein Kind anders geheißen, denn die Familie von Gustave Eiffel hieß ursprünglich Bönickhausen mit Nachnamen und stammte aus der deutschen Eifel.

Der Fahrstuhl wurde erst später fertig. Aufzüge waren Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht verbreitet — die Ingenieure entwarfen ein Hydrauliksystem, das bis heute funktioniert.

Als die Deutschen 1940 Paris besetzen, brachten sie eine Hakenkreuzflagge an der Spitze an. Adolf Hitler besuchte Paris nur ein einziges Mal — und ließ sich vor dem Eiffelturm fotografieren.

74 Millionen Euro beträgt der Jahresumsatz der Betreibergesellschaft. Hinzu kommt der Verkauf der unzähligen Eiffelturm-Souvenirs.

Im Jahr 2007 wurde der Turm von US-Bürgerin Erika LaBrie geehelicht. Die Behörden erkannten die Eheschließung zwar nicht an, ihren Namen durfte die Braut aber in „Erika La tour Eiffel“

ändern. Außerdem haben Mariah Carey und Ehemann Nick Cannon 2012 hier ihr Eheversprechen erneuert.

Der unnötige und ungeheuerliche Eiffelturm.“

Aus einen Appell gegen den Bau des Turms um 1887



OZ

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