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Panorama Chemnitz: Starb Daniel H. im Streit um Drogen?
Nachrichten Panorama Chemnitz: Starb Daniel H. im Streit um Drogen?
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15:39 14.02.2019
Ein Grabkreuz, Fahnen, Blumen und Kerzen stehen an der Stelle, an der ein 35 Jahre alter Deutscher in der Nacht zum 26. August Opfer einer tödlichen Messerattacke geworden war. Quelle: dpa/Jan Woitas
Hannover

Der gewaltsame Tod von Daniel H. erregte bundesweit Aufsehen. Nun scheinen die Behörden die Gründe für die Auseinandersetzung gefunden zu haben. Laut Medienberichten soll ein Streit um Drogen zu der tödlichen Messerattacke geführt haben.

Knapp ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod des 35-jährigen Daniel H. am Rande des Chemnitzer Stadtfestes kommt es zu neuen Details aus der Anklageschrift zum mutmaßlichen Tathergang. Laut Informationen von NDR, WDR, MDR und SZ könnte ein Streit um Kokain zu der tödlichen Messerattacke geführt haben. Sowohl das Todesopfer Daniel H. als auch der Hauptverdächtige Farhad A. sollen während der Tat unter Drogeneinfluss gestanden haben. Farhad A. befindet sich seit der Tat auf der Flucht, soll sich ins Ausland abgesetzt haben.

Laut einer Zeugenaussage soll Farhad A. in der Tatnacht im August unter Drogeneinfluss gestanden haben- Gegen 3 Uhr nachts soll er das spätere Opfer Daniel H. angesprochen und nach einer „Karte“ gefragt haben. Dabei soll er sich mit einem Finger an die Nase gefasst und hörbar eingeatmet haben – also Kokainschnupfen vorgespielt haben.

Kannten Täter und Opfer sich?

Auch beim Opfer soll die Rechtsmedizin Kokainspuren in kleinen Mengen nachgewiesen haben. Ob sich Opfer und Täter sich kannten, konnten die Beamten offenbar noch nicht eindeutig klären.

Gemäß Zeugenaussagen soll Farhad A. Daniel H. umarmt und etwas mit ihm besprochen haben. Dabei sei es nach Medieninformationen zu einem Streit gekommen, in dessen Folge Farhad A. auf den Boden fiel. Der syrische Flüchtling Alaa S. sei Farhad A. daraufhin zur Hilfe geeilt, im Anschluss sollen die beiden gemeinsam mit einem Messer auf Daniel H. eingestochen haben. Wie viele Stichwaffen die Täter bei sich trugen, konnte bisher noch nicht eindeutig ermittelt werden. Ob der nun angeklagte Alaa S. tatsächlich ein Messer bei sich trug, erscheint strittig. Die Polizei konnte nur ein Messer finden, auf dem sich die DNA des späterem Opfers befand.

Eine Zeuge, der die Tat aus rund 50 Meter Entfernung beobachtet haben soll, bestätigt zwar, dass Alaa S. an dem Angriff teilgenommen habe, entgegen der Behauptung seiner Dolmetscher bestreitet dieser allerdings, in seiner Aussage von „Stechen“ gesprochen zu haben. Vielmehr sei von Schlägen die Rede gewesen sein. Im Anschluss soll der Zeuge unter Druck gesetzt worden sein. Bekannte von Alaa S. sollen ihn an seiner Arbeitsstelle aufgesucht und ihm mitgeteilt haben, dass er im Sarg in seine Heimat zurück geschickt werde. Außerdem soll er geschlagen worden sein.

Der gewaltsame Tod Daniel H.s hatte im vergangenen Jahr in Chemnitz zu massiven Ausschreitungen geführt, an denen zahlreiche Rechtsextreme teilnahmen.

Von RND/liz

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