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Panorama „Clans betrachten die deutsche Gesellschaft als Beutegesellschaft“
Nachrichten Panorama „Clans betrachten die deutsche Gesellschaft als Beutegesellschaft“
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09:04 17.01.2019
Polizisten führen in Berlin einen verdächtigen Mann nach einer Razzia gegen kriminelle Mitglieder arabischer Großfamilien ab. (Archivfoto) Quelle: Paul Zinken/dpa

Wie arbeiten Clans?

Sie bauen eigene Strukturen auf. In der Großfamilie hält man zusammen. Man heiratet untereinander. Die Inzucht der Mitglieder hierzulande ist sehr viel stärker ausgeprägt als in den Heimatländern der Betroffenen. Und auch diejenigen Mitglieder, die ganz normal hier leben und arbeiten, schweigen, wenn sie von Straftaten ihrer Verwandten erfahren. Da ist schon der Straftatbestand der Komplizenschaft gegeben.

Warum tut sich der Staat so schwer gegen Clans vorzugehen?

Man hat das Problem der Großfamilien, die insbesondere in den 1970er-Jahren nach Deutschland kamen, lange nicht als solches wahrgenommen. Im Gegenteil – man bewunderte sogar noch den guten Familienzusammenhalt. Das Problem ist aber, dass sich ein Einzelner als Teil einer Gruppe versteht – und man kann eine Gruppe nicht in eine individualisierte Gesellschaft, wie es die deutsche ist, integrieren. Die Clans haben die deutsche Gesellschaft als Beutegesellschaft betrachtet.

Mehr zum Thema:
Abou-Chaker: Staat will Stärke gegen arabische Clans demonstrieren

Ist das Problem mittlerweile erkannt worden?

Ja, auf jeden Fall. Seit dem Gesetz zur Vermögensabschöpfung aus dem Jahre 2017 greift die Polizei härter durch, es gibt vermehrt Razzien. Doch das Gesetz ist unzureichend, um die Geldquellen der Clans tatsächlich auszutrocknen.

Was müsste darüber hinaus passieren?

Um gezielt gegen Clans vorzugehen, müssen die Bundesländer eng zusammenarbeiten. Teilweise geschieht das schon in Bremen und Niedersachsen. Wichtig ist auch eine Zusammenarbeit der jeweiligen Ämter – Steuerbehörde, Jugendamt, Sozialamt.

Von RND

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