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Panorama "Das viele Reisen geht an die Substanz"
Nachrichten Panorama "Das viele Reisen geht an die Substanz"
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22:44 12.07.2013
Harro Füllgrabe reist im Auslandseinsatz für "Galileo" um die ganze Welt. Quelle: ProSieben / Benedikt Müller

Harro Füllgrabe ist zu beneiden. Für das ProSieben-Wissensmagazin "Galileo" bereist er die Welt. Wie oft er den Globus inzwischen umrundet hat, weiß der umtriebige Starreporter selbst nicht. Wenigstens kann er sagen: "Seit sechs Jahren war ich fast jeden Monat auf einem anderen Kontinent unterwegs." Seine spektakulärsten Abenteuer wie die Fahrt über die sogenannte Todesstraße in Bolivien zeigt ProSieben nun in einem Best of unter dem Titel "Mission Wissen Weltweit - Harros verrückte Reise um die Welt" (Sonntag, 28. Juli, 10.55 Uhr). Der 38-jährige Extrem-Reporter möchte sich in Zukunft mehr auf längere Abenteuer-Geschichten und den direkten Kontakt zum Publikum konzentrieren. Wer weiß, vielleicht wartet da noch die ein oder andere Überraschung auf uns.

teleschau: Herr Füllgrabe, wie kommt man zu so einem geilen Job, bei dem man um die Welt reist, jede Menge Abenteuer erlebt und dafür auch noch bezahlt wird?

Harro Füllgrabe: Geiler Job! Ja, das ist genau die richtige Beschreibung. Ich will ganz ehrlich sein: Es war sehr viel Glück dabei. Ich war zur richtigen Zeit eben am richtigen Ort. Und dann sollte man irgendwie auch noch den Nerv der Zuschauer treffen. Ich bin froh, dass mir das gelungen ist.

teleschau: Dabei hatten Sie doch bereits in Ihrem Traumberuf gearbeitet?

Füllgrabe: Stimmt, ich komme aus dem Sport und bin unter anderem Sportreporter bei "ran - SAT.1 Fußball" gewesen. Das war mein eigentlicher Traumberuf, in dem ich auch arbeiten durfte. Irgendwann wurde ein "Galileo"-Redakteur auf mich aufmerksam. Er fragte, ob ich als Extrem-Reporter um die Welt reisen wolle. Und bei diesem Angebot musste ich nicht lange überlegen. Schließlich war ich schon immer für alles offen, wollte schon immer alles ausprobieren.

teleschau: Zählte auch das Reisen schon immer zu Ihren Hobbys?

Füllgrabe: Durch meine Eltern wurde ich vorinfiziert. Ihr Leben ist auf das Phänomen Reisen ausgerichtet. So habe ich beispielsweise sechs Jahre meiner Kindheit in Argentinien verbracht. In Buenos Aires unterrichtete mein Vater von 1977 bis 1983 an einer deutschen Schule. In dieser Zeit bereisten wir ganz Südamerika. Zurück in meinem Geburtsort Aurich in Ostfriesland ist das Reisen auch weiter nie zu kurz gekommen.

teleschau: Aber wohl eher nicht in Form von Pauschalreisen in eine Hotelanlage mit Rundumbetreuung nach Rimini?

Füllgrabe: Meine Eltern waren alles andere als Pauschaltouristen. In den Ferien hieß es immer, Bulli packen und dann los. Die haben mich überall mit hingeschleppt. Bevor ich bei "Galileo" anfing, war ich mit meinen Eltern bereits auf jedem Kontinent - bis auf die Antarktis. Leider habe ich es bis heute noch nicht geschafft, dorthin zu reisen, aber was nicht ist kann ja noch werden.

teleschau: Ihr Beruf als Extrem-Reporter ist ebenfalls alles andere als pauschal. Wieviel Zeit müssen Sie investieren?

Füllgrabe: Seit 2007 war ich fast jeden Monat auf einem anderen Kontinent unterwegs. Dementsprechend viel Zeit nimmt der Job in Anspruch.

teleschau: Dafür erleben Sie aber auch die tollsten Abenteuer. Bestimmen Sie selbst, dass Sie als nächstes über eine Todesstraße in Bolivien brettern wollen?

Füllgrabe: Da ich ständig unterwegs bin, fehlt mir für eigene Recherchen die Zeit. Also werde ich von der Redaktion sehr häufig vor vollendete Tatsachen gestellt. Wir haben einen Pool aus fünf, sechs Redakteuren und Redakteurinnen, die vorab die Abenteuer recherchieren und Reisen organisieren. Dann fährt der erste Redakteur mit mir los. Währenddessen bereitet der zweite das nächste Abenteuer vor. Wenn wir wiederkommen, muss der erste Redakteur in die Postproduktion und den Film umsetzen, während ich mit dem zweiten wieder unterwegs bin. In dieser Zeit ist der dritte Redakteur dabei, die folgende Reise vorzubereiten ... Es ist ein großer logistischer Aufwand, und ich ziehe meinen Hut vor der Leistung der Redaktion und Produktion. Denn nur in einem tollen Team ist so ein Projekt umsetzbar.

teleschau: Wenn Sie so enorm viel unterwegs sind, fliegen Sie noch gerne?

Füllgrabe: Sagen wir's so, wenn man anfängt sich im Flieger zu Hause zu fühlen und die eigene Couch zum seltenen Urlaubsparadies wird, sollte man sich Gedanken machen. Nach inzwischen mehr als sechs Jahren habe ich mich etwas zurückgenommen. Mein Job ist ein Traumjob, definitiv! Ich bin auch jemand, der extrem gerne reist. Aber ich habe gemerkt, dass diese extrem hohe Frequenz an Reisen an die Substanz geht.

teleschau: Sie wollen sich verändern?

Füllgrabe: Ich richte mein Hauptaugenmerk inzwischen darauf, längere Geschichten zu machen und dafür weniger häufig zu reisen. "Galileo" kommt mir dabei ungemein entgegen. Was ich bis jetzt gemacht habe, war riesig. Danke! Aber ich habe mittlerweile mehr Spaß daran, längere Geschichten zu drehen. Wenn ich zum Beispiel einen 20-Minüter über Schwefelträger in Indonesien mache, kann ich mich mehr auf die Geschichte und die Leute einlassen. Ich denke, meine Stärke ist vor allem der Kontakt mit Menschen und meine natürliche Abenteuerlust und Neugierde. Aus diesem Grund versuche ich auch, gemeinsam mit "Galileo" ein paar interessante Projekte umzusetzen, bei denen ich dem Zuschauer noch näherkommen und ihn bestmöglich unterhalten kann. Die "Galileo"-Rubrik "3 gegen Harro" oder das Projekt "H@rro Surft" sind ein Schritt in diese Richtung.

teleschau: Gibt es einen Menschen, der zu Hause auf den ewigen Weltenbummler wartet?

Füllgrabe: Als ich vor gut sechs Jahren das Angebot von "Galilieo" bekam, kannte ich meine Freundin erst ein halbes Jahr. Ich habe sie gefragt, ob ich den Job annehmen solle, wohl wissend, dass ich viel unterwegs sein werde. Sie hätte mich für bescheuert gehalten, wenn ich diesen Traumjob nicht angenommen hätte, bei dem ich um die Welt reise, Abenteuer erlebe und dafür auch noch bezahlt werde. Diese Unterstützung war und ist einfach nur großartig und ein Grund, warum ich diese Frau so beispiellos in mein Herz geschlossen habe. Ich kann also sagen, dass ich sowohl einen Traumjob als auch eine Traumfrau habe!

teleschau: Dann machen Sie doch mal einen gemeinsamen Urlaub. Wie wär's pauschal in einem Hotel?

Füllgrabe: Hahaha! Für ein paar Tage lasse ich mich gerne mal auf so ein Angebot ein, aber wenn ich ehrlich sein soll, wäre das für mich auf Dauer viel zu langweilig - und ich bin froh, dass meine Freundin das auch so sieht.

Homepage von Extrem-Reporter Harro Füllgrabe

Homepage Harro Füllgrabe

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